COGO 3615 - Fire (Flugfeldlöschfahrzeug)

  • Preis
    14,95 Euro
    Setnummer
    3615
    Steineanzahl
    424
    Minifiguren
    4
    Hersteller
    COGO


    Außen groß, innen nix los.


    Ich habe lange Zeit einen Bogen um COGO gemacht. Nicht mal wegen möglicher schlechter Qualität, sondern weil mich die Designs der Sets mal so gar nicht abgeholt haben. Besonders die Feuerwehr-Sets empfinde ich von den Produktbildern her billig aufgemacht und teilweise ziemlich dahingefrickelt - von den Figuren müssen wir gar nicht sprechen. Durch die Möglichkeit, mal sehr billig an ein solches Set zu gelangen, gab ich mir aber mal einen Stoß. Warum nicht immer alles schlecht ist, wie es auf dem ersten Blick scheint, lest ihr hier.

    Der Bau

    Der Karton zeigt soweit das Wesentliche vom Inhalt und preist due eine Hauptfunktion - öffnen der Klappen - auf der Rückseite an. Im Inneren befindet sich ein Schieber, wodurch der der Inhalt zwar gut gepolstert ist, das Ganze aber auch ruhig ein Drittel kleiner hätte ausfallen können.



    Die Tüten sind nicht nach Bauschritten sortiert, dafür aber die Figuren alle einzeln verpackt. Diese unterscheiden sich in vielen Details von den Dänen, besonders die Beine müssen einzeln zusammengesetzt werden und halten über eine andere Klemmtechnik. Von der Qualität an sich sind diese eigentlich befriedigend bis gut. Hier und da etwas Gratreste aber ansonsten eine gute Klemmkraft. Hässlich finde ich sie trotzdem.



    COGO hat daneben einige besondere Teileformen zu bieten, die zum Entdecken einladen. Manches kommt einen bereits von Cobi, Sluban oder Mega Construx bekannt vor. Auch zu Blocki sehe ich Verwandschaft. Auffällig ist, das manche Plates ein "K" als Symbol auf der Noppe besitzen. Ob hier nun verschiedene Hersteller am Werk sind oder unterschiedliche Gussformen verwendet werden, kann ich nicht bestimmen.



    An sich ist die Steinequalität größtenteils gut. Manchmal entdeckt man aber nicht sauber entgratete Steine, wobei ich schon schlimmere gesehen habe. Die Anleitung ist an sich gut verständlich, legt aber teilweise ein ziemliches Tempo vor. Auch leidet manchmal die Originalgetreue Farbwiedergabe. So sind transparente orange Steine eher gelb dargestellt.



    Hier das Bauergebnis nach VIER Seiten. Was auffällt ist, das viel Luft umbaut wird. Von den vielenkleinen Fächern, die man einbaut, wird laut Anleitung keine befüllt, wobei man einiges vom beiliegenden Werkzeug dort verstauen könnte. Die Verbindung beim Zylinder lässt sich leider sehr leicht abzupfen. Zwar kann man es auch leicht wieder anstecken, aber für wildes Bespielen taugt das nicht, obwohl ich den drei-stufig ausfahrbaren Zylinder schon fast ins Herz geschlossen hätte. Zur Not kann man diese aber ganz weglassen, da die Technik-Liftarme genug Klemmkraft besitzen, um die Leiter alleine zu halten.



    Teile die übrig bleiben plus stylischen Teiletrenner für die Sammlung.


    Das fertige Modell

    An sich ist das Fahrzeug ziemlich hoch für einen Minifigurenmaßstab. Vom grundsätzlichen Design würde ich auf ein Flugfeldlöschfahrzeug schließen, allerdings passt dazu die Drehleiter nicht so ganz. Die Hauptbeladung befindet sich im Heck, wo man Feuerlöscher, einer Leiter und größeres Werkzeug findet. An den Seiten liegen jeweils ein Schlauch mit Strahlrohr, wobei man diesen nirgendwo anschließen kann. In den unteren Seitenfächern liegen zwar Schlauchhaspeln, allerdings ohne Schnur/Schlauch. In die Kabine gelangt man übrigens nicht so leicht. Das Dach ist nämlich nicht abnehmbar gestaltet. Man kann zwar mit etwas Fummelei die vordere Platte lösen, aber das erfordert schon mehr Aufwand, als zum Beispiel bei den Spielsets von Lego oder Cobi.



    Die Leiter auf dem Dach ist grundsätzlich 360 Grad drehbar, allerdings findet man hier einen Konstruktionsfehler: Die angedeuteten Räder sind zu groß und blockieren die Drehbewegung bzw. fallen sie dann ab. Diese kann man also ebenfalls zum Spielen weglassen. Die Leiter ans ich kann neben dem Drehen auch gut abgeknickt werden - dafür sorgen die Liftarme als Gelenk.


    Fazit

    Als Teilespender hat sich COGO nun einen Platz bei mir verdient: Dafür gibt es viele nette Sachen zu entdecken bzw. teilweise auch altbekannte Formen anderer Hersteller. Als Set-Designer kann sich COGO allerdings nicht so ganz überzeugen. Dafür wirkt mir das vorliegende Set in einigen Dingen zu unausgereift bzw. nicht ganz durchdacht für den Spielbetrieb. Ansonsten bin ich mit dem Kauf erstmal zufrieden.

  • Forderung der Forderer: »Wir benötigen ein Schneidwerkzeug für heiße Butter!«


    Antwort Lego, Cobi, Mega Construx, Qman, Sluban und der fast ganze Rest: »Bitte was? Ne, haben wir nicht im Programm. Wozu denn auch?«


    Antwort Cogo: »Jawoll. Selbstverständlich. Haben wir:


    The best Man for this Job is a Wo-Man.

  • Auch zu Blocki sehe ich Verwandschaft.

    Und das nicht ohne Grund. Den Klocki Blocki lässt durch Cogo konfektionieren.


    Inwieweit Cogo dabei auch selber herstellt bleibt unklar. Auf alle Fälle finden sich in deren Sets auch immer wieder Steine und Teile von Jizhi (JZ-Kennung), auch bekannt als LeDiPin und Fengdi Toys. Das K Brand könnte auch daher kommen. Ebenso fanden sich wiederholt auch Cogo Sets mit GoBricks in der Mischung. 🤓

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