[MOC] Modernes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (Rosenbauer RT eHLF)

  • The future is now!

    Berlin hat ihn, Amsterdam hat ihn, Elon Musk hat ihn und nun habe ich ihn auch: Den neuen Rosenbauer RT!


    Bei Berlin irritierenderweise als „elektrisches Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeug (eLHF)" bezeichnet, handelt es sich von der Ausstattung und dem Einsatzzweck eigentlich um ein klassisches Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) mit einigen neuen Ideen seitens Rosenbauer. So wurde von Anfang an die Nutzung des elektrischen Antriebs als Hauptenergielieferant in den Fokus gestellt. Hochkapazitive Akkus sollen für einen autonomen Betrieb reichen, der die meisten Einsatzzeiten in urbanem Gebiet betrifft. Sollte es doch mal knapp werden, kann das Fahrzeug zur Not mit dem eigenen Dieselaggregat geladen werden.


    Die Innovation beim RT ist aber nicht einfach nur ein elektrischer Antrieb. Einige Einsatzkonzepte werden grundlegend geändert. Da man nun einen elektrischen Speicher mit sich führt, kann dieser auch gleich für die Versorgung von elektrischen Geräten direkt angezapft werden. Da mittlerweile auch erprobte Akku-Geräte für Schere und Spreizer auf dem Markt zu finden sind, betrifft das nicht nur einfache Leuchtmittel. Im Grunde werden mit dem passenden Gerätesatz Hydraulikaggregat und Stromerzeuger (mal abgesehen für den Notbetrieb) obsolet, wodurch Platz frei wird.


    Auch der Aufbau an sich ist schon etwas Besonderes. Neben möglichst tief geführten Geräteräumen ist der „Konferenzraum“, der Mannschaftsraum sowie die vorderen Sitzplätze nun ohne Trennung zusammenführt, das auffälligste Merkmal.


    TLDR: Insgesamt ein sehr interessantes Fahrzeug, das zeigt, wohin die Zukunft gehen kann und welches ich mir bei der Messe Interschutz 2022 auch im Original anschauen konnte.


    Die Idee, es als Modell umzusetzen, hatte ich zwar schon länger seit der Messe, aber der zündende Funke kam erst, als ich mal wieder bei Modbrix vorbeischaute. Diese haben zurzeit ebenfalls ein Modell im Angebot, welches sich vom Namen her eigentlich an den Rosenbauer RT orientiert (man kennt das Spielchen, wenn man Lizenzen umgehen möchte), jedoch vom Aussehen aus meiner Sicht bei weitem nicht an das Original heranreichte. Viele Details und auch die Farbgebung passen für mich da nicht. Aber nicht nur meckern, selber machen ist die Devise. Also einfach mal drauf losgebaut und nicht aufgehört, bis es aus meiner Sicht passte. Hier könnt ihr nun das Ergebnis sehen.

    Außenansicht

    Wie bei Modbrix habe ich mich vom Maßstab her an die 8 Noppen Breite orientiert. Ansonsten aber eher auf das Augenmaß geachtet. Sprich: Es muss nur ähnlich genug aussehen, aber nicht immer zu 100% identisch sein. Wie eben meist bei Klemmbausteinen üblich. Da es beim Rosenbauer RT anscheinend viele modular auswählbare Ausstattungsmerkmale gibt (so ist nicht immer ein Gerätekasten auf dem Dach und auch die Anordnung der tragbaren Leitern kann unterschiedlich sein bis hin zum kompletten Fehlen der Aufstiegsleiter auf das Dach, weil wohl Auszugshilfen zum Entlasten verwendet werden, welche das überflüssig machen), habe ich mich vorzugsweise an der Ausstattung des Berliner RT orientiert, auch wenn mir leider für die Umsetzung der orangen Warn-Farbe die Steine fehlten. Während die vorderen Türen nur angedeutet sind, lässt sich sonst alles wie vorgesehen öffnen: Tür zum Mannschaftsbereich sowie alle Rollläden.

    Innenansicht

    Den vorderen Dachbereich habe ich abnehmbar gestaltet, sodass man leicht die entsprechenden Figuren reinsetzen kann. Wie beim Original ist die Anordnung der Sitze angepasst, sodass sich bei Bedarf alle die Köpfe zusammen stecken können. Was nicht umgesetzt wurde, ist die Drehfunktion des Fahrer- und Beifahrersitzes. Auch sonst war ich hier mit der Darstellung der Ausrüstung eher sparsam. Es fehlen vor allem die Atemschutzgeräte sowie platzbedingt zwei weitere Quer-Sitze.

    Hier mal zum Vergleich die Innenansicht im Original:

    Beginnend mit der Fahrerseite befindet sich im ersten Geräteraum einiges zur Brandbekämpfung: Zwei Saugleitungen (stellvertretend für mind. 4), eine schwarz-gelb gestreifte Tasche für Material, welches beim Atemschutz-Notfall benötigt wird (sogenannte Rettungstasche Atemschutz), darunter Feuerlöscher in verschieden Größen.

    Im nächsten Geräteraum befinden sich zwei Hohlstrahlrohre sowie daneben die Steuerung sowie die Anschlussmöglichkeiten für externe Stromabnehmer.

    Im kleinen Fach liegt der Überdruckbelüfter und daneben befindet sich die Steuerung für die integrierte Schaum-Zumischanlage dessen Anschluss für den Schlauch sich darunter befindet.

    Im Heck kann, wie beim Original, nicht mehr viel verlastet werden. Links sieht man die Steuerung für die integrierte Beleuchtung und eventuell vorhandenen Lichtmast. Rechterhand dann die Pumpensteuerung. Dazwischen würden sich nun sonstige Armaturen zur Wasserentnahme befinden, wie Saugkorb, Sammelstück und ähnliches. Hier nur angedeutet. Die Pumpenabgänge sind unter dem Gerätekasten zu sehen. Des Weiteren sind bereits die Halterungen für die noch nicht vorhandene fahrbare Haspel an der Stoßstange angebracht.

    Weiter auf der Beifahrerseite befindet sich im kleinen Geräteraum das Material für das Heben von Lasten: Zumindest Pneumatische Hebekissen und eine Druckluftflasche sind dargestellt.

    Im nächsten Geräteraum ist ein Sack angedeutet, in dem sich im Original wahrscheinlich ein aufblasbarer Sprungretter befindet.

    Im letzten Geräteraum befindet sich das Gros zur Technischen Hilfe: Dargestellt sind zumindest kleinere Pylonen, Trennjäger und ein Akku-betriebener Spreizer

    Fazit

    Insgesamt war es doch ein sehr interessantes Projekt für mich. Wollte ich anfangs eigentlich eher ganz klassisch an den Bau herangehen und nur die Front mit Baurichtungsumkehr umsetzen, wurde es recht bald ein abwechslungsreiches Konstrukt, bei dem sich beide Bauarten abwechselten. Unter Verwendung etlicher Brackets und Modifiedd Bricks wurde nicht nur einmal die Grenzen des Möglichen ausgereizt. Hier und verzweifelte ich an den minimalen Maßunterschieden, verwarf Ideen und letzten Endes klappte es dann. Insofern bin ich schon etwas stolz auf das Ergebnis. Das Fahrzeug hat zwar seine Schwächen - so sollte man besser die untere Front, die Vordertüren und die hinteren Schürzen lieber in Ruhe lassen - aber ansonsten ist es ein schön stabiler Klotz. Hier und da wird mir zwar sicherlich noch eine bessere Idee zur Umsetzung kommen (z.B. die Dachgestaltung und die Innenausstattung: Es fehlen schließlich noch Schläuche!) aber im Moment bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

  • bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

    Das kannst du auch sein - ich finde es sehr gelungen! Habe zwar keine Ahnung von Feuerwehrfahrzeugen, aber die Vergleichsbilder mit der Vorlage sind ein super Anhaltspunkt.

    Die orangenen Bricks, an denen die Türen des "Konferenzraums" angebracht sind: Sind das BRUs mit Negativnoppen auf beiden Seiten, oder wie hast du die Hinges daran befestigt?

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