Bluebrixx Special 104953 - Saalbau-Erweiterung für Burg Blaustein

  • 5 Zimmer, Küche, Keller samt Einliegerwohnung mit schöner Aussicht. Bezugsfertig ab sofort.

    Sieben Nächte schöner Baustunden liegen hinter mir und das Ergebnis kann sich sehen lassen! Hier nun die Vorstellung der Saalbau-Erweiterung für die Burg Blaustein.

    Der Bau

    Das Set wird wieder in einem großen Karton geliefert, der dieses Mal aber eher nur zur Hälfte gefüllt ist. Die Tüten sind alle durchnummeriert. Neben den kompletten Seriennummern sind auch die Nummern der Bauunterteilungen dick aufgedruckt oder aufgeklebt. Lediglich drei sortenrein sortierte Tüten bilden die Ausnahme. Außerdem lag bei mir eine Mischtüte vor, welcher der Seriennummer nach irgendwie dem Bauschritt 12 zugeordnet werden könnte, jedoch keinen großen Aufdruck oder Aufkleber besaß. Tatsächlich habe ich bereits beim ersten Bauschritt Teile aus ihr benötigt. Sie besitzt anscheinend dieselbe Funktion, wie diese nicht zugeordneten Tüten bei Mega Construx und enthält Teile für alle Bauabschnitte. Zusätzlich stimmte das Nummernschema (6) bei einer Tüte nicht mit dem großen Aufdruck überein (9). Letztlich war der große Aufdruck korrekt.

    Teilemäßig gibt es nicht viel besonderes zu entdecken: Einige 1x1 Burichtungsumkehrer, Einzelnoppen (Bügelperlen) sowie die Corner Slope Curved Outwards, welche Bluebrixx erst seit kurzem für die eigenen Modelle einsetzt (ob diese nun exklusiv ist, sei dahin gestellt. Seitens Lego ist dieses Teil aber nicht erhältlich). Ansonsten gibt es einige Teile in netten schlichten Farben zu entdecken.

    Die Qualität der Steine ist diesmal außer einem verschmutzten Stein nicht zu beanstanden. Anhand der Teilenummern würde ich sie dem Hersteller Gobricks zuordnen. Somit ist der Saalbau an sich nicht nur gestalterisch, sondern auch qualitätiv noch mal eine Schippe besser, als die vorigen Sets zur Burg Blaustein. Das hat aber auch einen kleinen "Makel". Da man teilweise auf Steine vom Vorbau zurückgreift, welche von anderen Herstellern sind, gibt es hier leichte Farbunterschiede. Diese sind aber nicht sehr auffallend und wenn doch, stört dies bei einem Mittelalterbau sowieso nicht.

    Begonnen wird mit einem recht zeitaufwendigen Abriss an der bestehenden Burg, um den Baugrund für die Erweiterung zu ebnen. Dabei sollen laut Anleitung bestimmte Teile für den weiteren Bau zurückgehalten werden. Der Bau an sich verlief relativ problemlos. Lediglich an ein paar Stellen in der Anleitung war die Übersicht nicht gegeben, dass die Position aller Bausteine klar erkennbar war. Zudem wurde an mind. zwei Stellen ein Stein lose verbaut, der erst im nächsten Bauschritt fest überbaut wurde. In diesem Sinne also Kleinigkeiten, welche mit kurzem Nachdenken/Suchen gelöst wurden.

    Ansonsten überzeugen die Bautechniken. Es ist immer wieder spannend, mit welchen Kleinigkeiten am Ende ein glaubwürdiges Ganzes erzeugt wird. Der Bau der Mauern ist nämlich nicht einfach mal so mit Brick auf Brick gelöst, sondern man baut fast Plate für Plate. Das nimmt natürlich Zeit in Anspruch, welche man aber für das Endergebnis gerne in Kauf nimmt. Außerdem soll es ja Leute geben, die beim Bau entspannen wollen. Neben netten Bauideen wird am Ende das Dach durch die Verwendung von vielen Technik-Bauteilen in ein stabiles Gerüst eingebettet. Es ist am Ende vielleicht nicht ganz so massiv, wie die berüchtigten Cobi-Schiffe, allerdings würde man es gegen die Wand werfen, würde diese neben einem Loch wohl noch selber Schadenersatz zahlen, so respekteinflößend wirkt das Dach auf mich. ^^

    Zum Schluss bleibt einiges an Teilen über (linkes Bild). Ich habe es nicht genau nachgezählt, aber gefühlt 70% der Teile, welche im Laufe des Abrisses laut Anleitung aufgehoben werden sollten, liegen im Set nochmal vor. Von diesen Teilen werden aber auch nicht alle in der jetzigen Erweiterung verbaut. Manche sind tatsächlich bereits für die Hurden-Erweiterung vorgesehen (rechtes Bild).

    Das fertige Modell

    Der Saalbau fügt sich nahtlos in das bestehende Modell ein. Vom Design her ergeben sich rein äußerlich gewisse Unterschiede zu den vorigen Bauten. So wurde auf markant hervorstehende Steine diesmal verzichtet, um Akzente zu setzen. Dafür wurden nun vermehrt Hinges genutzt. Wohl auch, um den Klappmechanismus der Wände besser verbergen zu können. Aber auch vom zeitlichen Ablauf ergibt das Sinn. Schließlich findet man auch an realen Burgen, die über mehrere Jahrzente oder gar Jahrhunderte erweitert wurden, solche Stilbrüche. Zudem kann man auch bereits die Einkerbungen in den Wänden erkennen, an denen später die Hurden aus dem kommenden Erweiterungsset befestigt werden sollen.

    Das Dach lässt sich als Ganzes abnehmen und die Wände nach außen klappen, nachdem man das höhere Plumpsklo abgenommen hat. Dadurch werden die Innenräume erreichbar. Ganz oben befindet sich neben der Kapelle der namensgebende Saal. Unter ihm befindet sich wohl der neue Wohnraum des Burgherren, den man wohl auch als Kemenate bezeichnen könnte. Zuunterst dann auf zwei Ebenen die Schlafstatt der Bediensteten und der Lagerraum/Weinkeller.

    Die Größe der Räume und der Möbel sind zu großen Teilen für Minifiguren ausgelegt. Allerdings sind nicht alle Türen und Durchgänge später gut erreichbar oder lassen sich komplett öffnen. Insgesamt ist der Anbau über drei Wege erreichbar: Über den alten Wehrgang zum Bergfried über die Kapelle, über die neu errichtete Brücke zum Saal und Kemenate sowie über den Hof in den Lagerraum.

    Fazit

    Die Erweiterung ist ein Traum! Steine in sehr guter Qualität, Unterteilung in Bauabschnitte und ein Design mit vielen schicken Details und gut durchdachten Baulösungen. Was will man mehr? Aus meiner Sicht stimmt hier das Preis/Leistungsverhältnis. Für diejenigen, welche bereits bis zur Vorburgerweiterung mitgegangen sind, gibt es eigentlich keinen Grund, diese Erweiterung nicht ebenfalls zu kaufen. Das Gesamtbild der Burg ändert sich definitv zum Positiven und gibt ihr ein massiges (es sind nun etwa stolze 13 kg auf der Waage) Aussehen. Der Bau nimmt zwar wieder einige Zeit in Anspruch, kann aber dank der Bauabschnitte bequem auch auf wenigen Schüsseln gleichzeitig durchgeführt werden. Trotzdem braucht man natürlich wieder einen Bauplatz, der mehrere Tage in Anspruch genommen werden kann. Wer aber schon die Burg besitzt, wird wohl damit auch bisher keine Probleme gehabt haben.

    Einziger Wermutstropfen aus meiner Sicht ist die Verbauung des Innenhofs durch die Brücke, was zwar schick aussieht, aber den Hof damit eigentlich zu großen Teilen unzugänglich macht. Wehe, es fällt mal was dort hinein! Auch wäre es nett gewesen, wenn man das Dach der Brücke abnehmbar gestaltet hätte, um dort leichter Figuren für Szenen in Stellung zu bringen. Nichts desto Trotz: Den Kauf habe ich definitiv nicht bereut und umgestalten kann man schließlich immer noch selber, wenn man möchte.

    Weitere Details aufgrund der Bildergrenze in den nächsten Posts.

    Edited once, last by caliban: Rechtschreibung (October 31, 2022 at 12:01 AM).

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