MOC Tragkraftspritzenfahrzeug Ford FK 1250


  • Unser erstes Feuerwehrfahrzeug


    Lang, lang ist's her, da wurden die Löschspritzen noch per Hand geschoben oder später wenigstens von Traktoren. Eigene Fahrzeuge für den Transport der Gerätschaften fehlten vielen Feuerwehren in Deutschland noch weit in den 60ern hinein. Auch unsere Wehr erhielt erst 1961 als erstes Fahrzeug ein sogenanntes Tragkraftspritzenfahrzeug, um die bereits im 1955 angeschaffte Tragkraftspritze nicht mehr länger auf einem Anhänger transportieren zu müssen. Es wurde damals die "Luxusversion" eines TSF angeschafft, da bereits sechs Personen im Fahrzeug Platz nehmen konnten, auch wenn das nicht gerade bequem war. Daneben war hauptsächlich noch ein paar Schläuche und Armaturen an Bord, mehr Platz gab es nicht.


    Als Grundlage für meine Création diente mir zunächst das Modell Feuerwehr-Bus mit Pumpe von Bluebrixx. Schnell habe ich aber gemerkt, dass ich das meiste dann doch umbauen musste. Bis auf ein Großteil des Daches und ein paar Steine am Heck und an der Front ist eigentlich nichts mehr, wie vorher. Anhand eines bunten Steinemixes aus Cobi, Qman, Lego und Bluebrixx entstand dann nach und nach das gezeigte Modell. Natürlich dadurch Farbabweichungen beim Rot ohne Ende - besonders die Cobi-Teile fallen auf. Aber dadaurch ergibt sich hier ein gewisser Vintage-Look, der dem Alter des Originals eher gerecht wird.


    Das Original

    Zum Original, dem Ford FK 1250, zitiere ich mal großzügig aus Wikipedia. Die Aussagen beziehen sich zwar zunöchst auf das Vorgängermodell, der wesentliche Unterschied zum 1250 ist beim Nachfolger die erhöhte Nutzlast von 1250 kg:

    Quote

    Mit seiner Motorleistung lag der FK 1000 unangefochten an der Spitze der neuen Transporter-Generationen in Deutschland, denn der VW T1 brachte es mit einem Käfer-Motor nur auf 25 PS (18 kW); der Tempo Matador 1000 leistete 26 PS (19 kW) und der DKW-Schnelllaster sogar nur 22 PS (16 kW). Der Tempo Matador 1400 zog seine Kraft aus einem Heinkel-Motor mit 34 PS (25 kW), was ihn 80 km/h schnell machte. Der VW-Transporter dagegen schaffte nur 75 km/h – während der FK 1000 mit 95 km/h erheblich schneller war und auch besser beschleunigte, was dazu führte, dass der FK 1000 in den Medien als „Renntransporter“ bezeichnet wurde.

    Das Fahrzeugkonzept brachte – auch im Vergleich zum VW-Transporter – einen größeren, ungeteilten und vor allem ebenen Laderaum von 5 Kubikmetern Inhalt. Durch die sehr breite hintere Tür war er auch für Ladung an der Rampe gut geeignet; durch die seitliche Tür hätte eine Europalette gepasst, wenn die damals schon gegeben hätte. All dies führte dazu, dass der FK 1000 besonders beliebt bei Feuerwehren und Rettungsdiensten war; er wurde öfter angeschafft als der VW-Transporter und war teilweise Jahrzehnte im Gebrauch. Zu seinen Vorzügen gehörten auch der geringe Kraftstoffverbrauch, der bei 80 km/h um 9,7 l/100 km lag, die günstigen Preise für Instandsetzung und Wartung, die sich oft unter PKW-Niveau bewegten, und letztlich auch der Anschaffungspreis.

    Alles in allem konnte man damals recht stolz darauf sein, ein solches Fahrzeug in seinen Reihen zu besitzen.



    Die Beispielbilder aus dem alten Prospekt zeigen das Fahrzeug mit einer Leiter auf dem Dach. Dies war damals bei unserer Wehr aber anscheinend zumindest in den Anfangsjahren nicht der Fall, weswegen ich sie bei meinem Modell weggelassen habe.

    Das Modell

    Innenansicht

    Bei der Beladung habe ich versucht, so viel wie möglich abzubilden. Zu erkennen sind die schmalen Sitzflächen, Axt, Feuerlöscher und zumindest das Regal für die aufgerollten Schläuche.


    Im hinteren Bereich ist die Tragkraftspritze verlastet. An den Seiten sind die Saugschläuche dargestellt.


    Tragkraftspritze


    Danke für's Lesen, ich hoffe, es hat gefallen. Meine Mannschafft macht sich dann mal auf dem Heimweg.


  • Ich finde der MOC ist dir sehr gut gelungen :) Und deine Präsentation ist erste Sahne :thumbup:Die Kombination von Cobi Körpern und Lego-Köpfen passt ganz gut und die verschiedenen Rottöne veranschaulichen gut das hohe Alter des Gefährts. Hinten saß man wirklich maximal unbequem in der Kiste ^^

    Hier entsteht in Kürze eine Signatur... :!:

  • Ein sehr schönes Modell. :thumbup:Für den Wiedererkennungswert fehlt allerdings die markante Zierleiste an der Front.

    Aber ich muss gestehen, dass ich auch keine Idee hätte, wie man diese baulich ohne Formteil oder Sticker darstellen könnte.

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