Beiträge von Oederland

    Der ganze Ninjago-Kram geht doch in die asiatische Richtung ;) Na, ich finde es jedenfalls zunächst mal sehr schön, dass Lego diese Serie überhaupt fortsetzt, und dann natürlich, dass es gleich zwei sehr gelungene Sets sind. Die Löwen wurden bisher von den chinesischen Marken noch nicht so gut getroffen. Qi Zhile hat Anfang diesen Jahres von einem MOC abgekupfert, aber da sie anscheinend manche Teileformen nicht haben, wurde das etwas Murks... die größeren Löwen von Qi Zhile und Bingan-Panlos sind leider sehr instabil gebaut. Hoffnung besteht beim ZhuMo-Set, aber unter dem können sich keine Minifiguren verstecken. Was mich etwas an 80104 stört, ist der arg eckige Bau des Hinterteils bei den Löwen. Bei der Plattform werden außerdem eigentlich unnötig Teile verbaut. Da würde eine Grundplatte ausreichen, wenn Lego sie nur endlich auch so wie z. B. Wange herstellen würde. Bei 80105 finde ich etwas schade, dass man 0815-Figuren recycelt. Das Baby mit Rentier/Elch-Druck, der Typ mit der Banane, das passt nicht so wirklich rein. Beim Typen mit der Latzhose sieht es so aus, als ob man durch die zwei Schriftzeichen auf Biegen und Brechen noch eine "chinesische" Figur generieren wollte. Dem anderen Typen in rot hätte man für einen konsistenten Eindruck besser das Beinteil der Rattenfigur aus 80104 spendiert (oder ein vergleichbares).


    Ich bin jedenfalls gespannt, was wir in der nächsten Zeit noch alles zum Thema Chinesisch Neujahr zu sehen bekommen. In dem Sembo-Video von Klaus war heute auch ein Prototyp zu einem neuen Reunion-Dinner-Set zu sehen, das rechts daneben (möglicherweise ein Pfahl mit Feuerwerkskörpern) könnte auf ein weiteres Set hindeuten. Nachdem Panlos das Thema bereits dieses Jahr beackert hat, erwarte ich hier eigentlich auch etwas. Bliebe noch Cayi, von denen kommen in näherer Zeit auf jeden Fall eine ganze Reihe von Figuren zum Thema Chinesische Oper, sowohl im Stil von BrickHeadz, als auch wie die großen Buildable Figures von Star Wars. Auf der einen Spielwarenmesse im Oktober hatten sie neben diesen Sets auch ein paar Gebäude-Diorama-Sets gezeigt, dazu ein großes Drachenboot. Zu diesen waren aber keine Boxen ausgestellt, sodass nicht ganz klar ist, ob das richtige Sets werden sollen.

    Wenn man nach Bauanleitung baut, ist das Tor niedriger. Entsprechend hängen die "Seile" mit den Laternen am einen Ende tiefer und damit insgesamt alles etwas durch (so wie bei mir oben sind die Seile quasi schon am Anschlag gespannt), siehe dazu das Review von BlueBrixx. Das stört aber weiter nicht. Mir ging es oben einfach darum, den Maßstab des Originals besser hinzubekommen.


    Wenn man richtig spielen wollen würde, wäre es wohl schon besser, wenn man das Tor umbaut oder die Befestigung der Seile weiter oben anbringt, damit die Laternen nicht auf Kopfhöhe hängen. Aber als Spielset eignet sich das sowieso nicht. Dazu ist die Befestigung des Tors über die vier schmalen Säulen einfach zu schwach. Wenn man nur leicht dagegen stößt, knickt es schon um.

    Ja, das hatten sie eine Zeitlang "vollständig" im Angebot und sie haben es dann wegen der Figurenproblematik aussortiert. Die Panlos-Figuren entsprechen denen von Lego. Wenn ich drandenke, mache ich die Tage mal ein Foto der Figuren.


    Panlos hat inzwischen eine neue Figur, wie man sie aus Royal-Toys-Sets schon kennt. Sie ist aber sehr ähnlich zur Lego-Figur, sodass es vermutlich immer noch Probleme geben dürfte. Bis dato scheint diese neue Figur aber nur in einem Panlos-Set (660002 / Mülltrennung) verwendet zu werden.

    Guter Punkt. Das Video mit Nadja fand ich nicht besonders toll. Nicht wegen Nadja. Man hat einfach den Eindruck bekommen, sie "durfte" ein Set aufbauen, dass sie noch nicht mal selbst ausgewählt hat, sie darf dann nicht mal ausreden, sondern Klaus quatscht oberlehrerhaft rein. Wenn man schon sowas plant, dann muss man vorher absprechen, wer wann was sagen darf. So bewandert ist Klaus nun auch nicht, was die Sets angeht. Aber klar, es muss schnellschnell gehen, Klaus hat noch 12 weitere Firmen zu leiten. ;)


    Was die Bauweisen angeht, in den Reviews sehe ich öfter mal Instabilitäten, die in der Form unnötig sind, auch z. B. in der Tankstelle. Gerade da verstehe ich nicht, warum man das nicht korrigiert hat. Es sei denn, es wird wirklich nur am PC geplant und der Prototyp kommt erst, wenn man sowieso schon die Teile geordert hat.

    Kratzer dürften von Set zu Set variieren, aber die "Schlieren" usw. sind produktionsbedingt und müssten eigentlich eine ganze Charge betreffen (vgl. z. B. das um 90 ° gedrehte "Y" auf den slopes der Stoßstange, das wird generell so sein). Wer auch immer sie beliefert (sind möglicherweise auch verschiedene Firmen), es sind nicht die allerbesten.


    Man könnte mal versuchen, das zu systematisieren. D. h. bei ein paar Standardteilen schauen, ob da jeweils ähnliche Prägungen, Gusspunkte usw. zu finden sind (auch bei unterschiedlichen Farben), und das mit einschlägigen Marken abgleichen. Rein von den verfügbaren Formen kämen die "Großen" in Betracht, die auch durch Kopien bekannt wurden, also Xingbao-Lepin, Sembo-SY-DLP, Qunlong-Zhe-Gao-Lele. Zu erwarten wäre, dass sie von den Firmen dann auch Sets anbieten, wenn eh schon Beziehungen bestehen. Sogesehen kann man Qunlong-Zhe-Gao-Lele auch wieder streichen. Allerdings soll laut Hörensagen eine der Teileboxen von Lele gewesen sein, wobei ich keine Ahnung habe, inwieweit das zutrifft. Kazi wäre ebenfalls denkbar. Wange scheint nicht so viele Formen zu haben, könnte aber natürlich für mache Teile in Frage kommen. Huada-Panlos sind auch groß.

    Nun zum Set. Hier mal ein Bild, wie das Tor in Xidi aussieht:



    Panlos hat das reale Vorbild also grundsätzlich sehr gut getroffen, allerdings passen die Proportionen überhaupt nicht. Die Tordurchgänge sind in echt viel höher, d. h. zwei Menschen übereinander müssten auch im mittleren (aufgrund des tieferen Querbalkens niedrigeren) durchpassen (ein anderes Thema ist nochmal die Farbgebung). Aus dem Grund habe ich jedenfalls am Tor noch ein paar Änderungen vorgenommen, genauer gesagt, in der Höhe gestreckt. Die grauen 2x2-Platten und 2x2-Steine ganz unten sind von mir ergänzt, die Säulen selbst habe ich um 2 2/3 Steine (3?) in hellgrau erhöht. Ich hab da ein paar Höhen durchprobiert; die jetzige finde ich vom Gesamteindruck am stimmigsten. Damit die Proportionen passen, werde ich in der oberen Hälfte auch noch pro Dach"etage" eine Schicht schwarze Platten o. Ä. verbauen, auch die schwarzen seitlichen Verzierungen an den vier Pfeilern werde ich noch verlängern. Am realen Vorbild endet die schwarze Verzierung der beiden Mittelpfeiler da, wo die Ansätze der Stützen für den Querbalken beginnen, bei den äußeren sind sie etwas höher.



    Da das Tor erhöht wurde, hängen die Girlanden mit den Lampions nicht mehr durch, sondern sitzen ziemlich stramm. Über den Kanal führt eine kleine Brücke:



    Das Anbringen der Lampions an den Girlanden erfordert Geduld, wenn man sie schön nach unten hängen lassen will. Ich hatte dazu grad keine übermäßige Lust, deswegen stehen ein paar, Schwerkraft hin oder her, ziemlich deutlich zur Seite weg ;) :



    Bei der Brücke hat man, warum auch immer, auf weitere Stufen vom Platz aus (hellgrau gekachelter "Weg") nach oben verzichtet. Das werde ich irgendwann noch verbessern:



    Ein paar Detailaufnahmen. Den Aufkleber auf dem grauen Stein habe ich zugeschnitten. Die drei oben auf den weißen Fliesen sind drei separate Aufkleber. Beim linken Drachen kann man in der linken unteren Ecke einen "Schatten" erkennen, hier musste ich beim Aufkleben korrigieren und das hat dann schon Spuren hinterlassen (wegen der Transparenz). Dass es arg gelbstichig aussieht, liegt an der Kamera / Belichtung, generell hat das Panlos-Weiß allerdings einen gewissen Gelbstich:



    Und der Aufkleber steht doch tatsächlich rechts unten etwas über. War mir bisher gar nicht aufgefallen. Auf die großen roten Laternen würden übrigens seitlich Aufkleber kommen:



    Die Tür in dem Gebäude auf der Rückseite ist zwar mit vier Noppen eher von der schmalen Natur (wenn man sich schon zwei Türflügel leistet), allerdings passt das vom Maßstab auch aufgrund der Höhe von sechs Noppen gut zu Minifiguren:



    Außen wird der Alkohol gelagert:



    An der Stelle habe ich ebenfalls eine Kleinigkeit verändert. Die runden 2x2-Fliesen mit Loch in der Mitte werden direkt auf die Grundplatte gesetzt. Wenn ihr euch erinnert, sollte die Grundplatte eigentlich tan sein, ich habe aber eine hellgraue genommen. Allerdings hatte ich zwei 2x2-Platten parat, die ich unter die Fliesen gesetzt habe. Jetzt scheint nix Graues mehr durch. ;)



    Die Alkoholgefäße werden aus drei Teilen gebaut, die roten sind die einzigen bedruckten Teile im ganzen Set (abgesehen mal von den Figuren). Bei der Teekanne hat man einfach den Hals abgeschnitten, vielleicht ein Weg, mögliche Designrechte von Lego zu umgehen (ist die Teekanne noch geschützt?), vielleicht, um etwas vom Wunderlampen-Design weg zu kommen:



    Im Haus selbst geht es dann sehr beengt zu. Tisch, zwei Schemel (wobei die Sitzfläche mittels Lippenstift-Teilen auf der Standfläche befestigt werden), links und rechts zwei kleine Tischchen aus je zwei schwarzen 1x2x2-Fensterelementen, darauf eine "Vase" bzw. eine Uhr:



    Noch kurz ein Blick auf die Seitenwände. Panlos scheint auch in anderen Sets gerne die großen Steine zu nutzen, um Wände hochzuziehen (vgl. 610001, vgl. ihr Xingwei 66001). Die drei Elemente von links sind oben miteinander verbunden, das daneben nur unten:



    Der Brunnen mit Eimer:



    Blick von der Brücke zum Mondtor neben dem kleinen Seitengebäude. Das Mondtor wirkt etwas arg zerdrückt ;) , da die Bögen oben bzw. unten einen anderen "Radius" haben:



    Neben dem Mondtor befindet sich ein (nach beiden Seiten hin offenes) kleines Nebengebäude, in der Pflanzen gezüchtet werden:



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    Fazit

    • Vollständigkeit: Es gab keine Fehlteile oder Fehlgüsse und es bleiben fast keine Erstatzteile übrig (außer den üblichen kleinen 1x1ern usw.). Die Abzählung der Teile scheint hier also sehr gut zu funktionieren.
    • Steinequalität: Die Klemmkraft ist tendenziell eher stark, manchmal muss man richtig Kraft aufwenden, um z. B. eine schmale Platte auf eine andere zu klemmen. Woran das genau liegt (sind die Noppen zu dick, sind sie nicht exakt gleich ausgerichtet, ...), könnte man prüfen - mir war es zu unwichtig, als dass ich dem genauer nachgehe. Insbesondere schwarze Platten wirken auf der Oberseite ungleichmäßig matt.
    • Aufkleber: Druck selbst gut, aber in diverser Hinsicht schlecht (zu viele, sehr große, über mehr als ein Teil, schwer zu korrigieren)
    • Bautechniken: an verschiedenen Stellen instabil, etwa an den oberen Seitenwänden beim größeren Haus, etwa bei den Seitenwänden neben dem Mondtor, insbesondere aber auch beim Pailou. Das fängt damit an, dass die beiden äußeren Pfeiler unten aus 2x2-Steinen bestehen, die auf je eine 1x2-Jumper-Platte gesetzt werden, d. h. sie werden nur von einer Noppe gehalten. Der Grund dafür ist, dass der Stein um eine halbe Noppe seitlich verschoben ist, d. h. die Noppe der Platte sitzt dann in der Mitte des Steins. Man hätte hier zwei 1x3-Platten-Fliesen hintereinander mit je zwei Noppen nehmen müssen, um für Stabilität zu sorgen. Panlos hat dieses Teil im Angebot, sogar in der richtigen Farbe; in 610001 werden sie genutzt, um die weißen runden 1x1-Steine mit den Blümchen vor der Hausfassade in Szene zu setzen. Dass ein Pfeiler nicht übermäßig stabil sein kann, wenn man 1x1-Steine übereinander stapelt usw., ist zu erwarten
    • Design: An ein, zwei Stellen wirkt das Set etwas unfertig bzw. gehudelt (Brücke ohne beginnender Treppenstufe, "zerdrücktes" Mondtor), hier hätte man ohne besonderen Mehraufwand an Teilen ein besseres Ergebnis erzielen können. Etwas abträglich ist noch, dass man auf einer vergleichsweise kleinen Fläche viel unterbringen wollte. Mit dem nach hinten offenen Hauptgebäude und dem nach drei Seiten offenen kleinen Nebengebäude muss man eben leben, es ist kein komplettes Haus wie bei Xingbao. Richtig spielen lässt sich allerdings trotzdem nicht, da im Inneren einfach zu wenig Platz ist. Das Pailou kommt dem realen Vorbild sehr nahe, könnte aber höher sein; dem Kanal hätte man mehr transparente Fliesen spendieren können. Abgesehen von diesen kleinen Schwächen ist es allerdings trotzdem sehr hübsch. :thumbup:
    • Farbdesign: als extra Punkt vielleicht noch ein Hinweis: in echt ist das Pailou nicht hellgrau-schwarz, sondern hellgrau-dunkelgrau; der starke Kontrast ist also übertrieben (obwohl das wieder typisch ist, da Huizhou-Architektur traditionell mit weiß-schwarz verknüpft ist, obwohl auch die Dächer eigentlich nicht schwarz sind)
    • INSGESAMT: Schickes und originelles Set mit Abzügen aufgrund der Aufkleber.

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    Bonusbilder


    Das Set von Panlos / Huada Toys habe ich kurz nach Chinesisch Neujahr entdeckt und auf einer taiwanischen Einkaufsseite bestellt. Leider hatte der Händler es aber nicht selbst auf Lager, sondern hat es erst in China geordert. Das ist soweit nicht ungewöhnlich und war auch entsprechend angegeben, das trifft ja dann aufgrund der kurzen Wege schnell in Taiwan ein. Etwas ärgerlich war allerdings, dass es ohne die Originalbox kam.


    Laut Box und offizieller Produktbeschreibung hat es 1872 Teile. Ich habe später noch versucht, einen offiziellen Titel zu finden, aber es scheint einfach mit 潘洛斯中国风徽派风情1872PCS积木拼装拼插儿童益智玩具 beworben zu werden, also unter "Panlos / Chinesischer Stil / Huizhou-Stil / Liebe ... Bausteine ...". Ich bin so frei und nenne es daher Laternenfest in Huizhou, da das Set im Rahmen des von Lego erfundenen The-Spring-Festival-Programms läuft, es ein Laternenfest gibt, viele Laternen aufgehängt sind und u. a. das Tor in Xidi dargestellt ist, das der Huizhou-Architektur entspricht. ;)



    Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen werden hier nur drei Festival-Sets vermarktet. Aus dem Hause Huada Toys stammen auch Xingwei 66001 (Neujahrsessen) sowie Bingan 601001 und 601009 (Drachen- bzw. Löwentanz).



    Die Anleitung ist nett gemacht, auf den Seiten hat man immer auch Panlos-Logos in blassen Farben mit drauf. Es gibt sechs Bauabschnitte; die Tüten sind entsprechend von 1 bis 6 nummeriert. Außerdem gibt es noch eine Reihe loser Teile, v. a. große Platten und Steine. Vor jedem Bauabschnitt wird in der Anleitung gezeigt, welche dieser Teile man benötigen wird. Ein Hinweis auf die Anzahl der benötigten Tüten pro Bauabschnitt fehlt, allerdings hält sich das hier in Grenzen (vielleicht insgesamt um die 20 Tüten).


    Die Figuren hab ich glatt vergessen zu fotografieren, da ich sie wie die anderen Neujahrsfiguren zur Zeit weggeräumt habe... um die Hände einzustecken, braucht man schon sehr viel Kraft. Arme und Beine lassen sich nur schwer bewegen, am Druck kann man nichts aussetzen. Die Handtasche scheint Panlos ähnlich toll zu finden wie Lego die Kaffeetasse, man sieht sie auch in 610003 und in dem als Xingwei vermarkteten Neujahrsessen 66001. Was an der Anleitung auffällt, sind noch die schwach gedruckten Panlos-Logos im Hintergrund.



    Man beginnt mit der Grundplatte in tan. Richtig, tan, sieht man ja sonst fast nie. Die Farben sind in der Abbildung übrigens klar zu erkennen, dass das tan jetzt mehr nach hellgrau aussieht, ist der Kamera geschuldet.



    Bereits verbaute Teile werden in blasseren Farben dargestellt. Manchmal muss man etwas aufpassen, da die Farbe der neuen hellgrauen Teile ähnlich zu der der dunkelgrauen schon verbauten Teile ist, aber es werden auch immer noch die neuen Teile extra gezeigt.



    Teilweise wirkt die Anleitung etwas chaotisch, da viele Schritte nebeneinander gepackt werden und man vom bereits Gebauten nur einen Teilausschnitt sieht:



    Nach 300 Bauabschnitten auf 100 Seiten ist das Werk vollbracht:



    Teileinventar - die Figuren und deren Accessoires (Fotoapparat + zwei runde Teile für das Objektiv, Handtasche) werden dort nicht aufgeführt. Von den offiziell 1872 Teilen gehen ~ 500 auf das Konto kleiner Fliesen: 200 1x2er in tan, 83 1x1er in tan, 75 1x2er in schwarz, immerhin 25 1x1er in schwarz, 61 1x2er in hellgrau, 45 1x1er in hellgrau.



    Nun zum Aufbau. Die 32x32-Grundplatte in tan habe ich nicht benutzt. Sie wird sowieso komplett überbaut und da schien es mir ratsam, eine Standardplatte in hellgrau zu nehmen. Wer weiß, vielleicht kann ich die Panlos-Platte mal brauchen, um einen festgestampften Innenhof zu simulieren. Bis dato bietet Panlos anscheinend keine solchen Platten separat an:



    Darüber hinaus habe ich mir noch ein paar künstlerische Freiheiten erlaubt. Für den Kanal sieht Panlos acht 2x8-Platten in blau und sechs 1x2-Fliesen in hellblau transparent vor. Den blauen Farbton mag ich generell nicht; praktischerweise hatte ich vier 4x8-Platten von Winner in bright light blue (?) herumliegen. Zur weiteren Gestaltung habe ich die Wasser-Fliesen aus meinem Lego-Drachenbootset und das Grünzeug von dort benutzt. Hier jedenfalls mal die vorgesehenen Panlos-Teile:



    Schließlich und endlich habe ich aus Gründen der Symmetrie (Feng Shui usw. ;)) eine 2x2-Fliese in hellgrau herausgesucht, um sie ins Zentrum der grau gekachelten Wegkreuzung zu packen (statt der geplanten zwei 1x2-Fliesen). Und die runden 1x1-Platten "with Swirled Top" mussten auch draußen bleiben; sie sind als Verzierung für das Geländer am Kanal gedacht, aber ich muss da immer an Eiscreme denken.



    Kommen wir gleich zur Hauptschwachstelle des Sets - die Aufkleber. Sie sind transparent. Es gibt ja manche, die lieber transparente Aufkleber haben als völlig bedruckte, um Farbabweichungen zu vermeiden. In meinen Augen ein seltsames Argument, da ein mit einem transparenten Aufkleber beklebtes Teil sowieso eine andere Oberfläche hat als ein unbeklebtes und daher je nach Blickwinkel sich automatisch andere Spiegelungen bzw. Farbtöne ergeben.


    Nun konkret zum Set: In der unteren Ecke ist ein Knick zu erkennen, so habe ich das Set eben bekommen. Ob der Aufkleberbogen schon geknickt verpackt wurde oder ob das beim Umpacken passiert ist, keine Ahnung. In der oberen Ecke sieht man auf Höhe des dritten Schriftzeichens Wellen im Aufkleber, das hat wohl nichts mit dem Umpacken zu tun. Das Xingwei-Set habe ich mit Originalbox gekauft, hier ist die Schachtel voll gestopft und der Aufkleberbogen ist nicht schön glatt, auch wenn es da glücklicherweise keine weiteren Probleme gibt...



    Wie zu sehen ist, habe ich nur einen Teil der Aufkleber verbraucht. 18 und 19 sollen auf schwarze Teile, da werde ich eventuell noch etwas an der Konstruktion selbst ändern und sie erst dann setzen, wenn ich weiß, welche Teile ich letztendlich nutze.


    Die kleinen gelben sollen auf rote Laternen, die durch rote Köpfe (5, 11) bzw. rote runde 1x1-Steine (20) dargestellt werden, bzw. aus zwei "Halbschalen" zusammengebaut werden (12). Man kann sich auch ohne Ausprobieren denken, dass die auf gebogener Oberfläche nicht so wahnsinnig gut halten werden. Warum man bei 5, 11, 20 nicht einfach zum Druck gegriffen hat? Von mir aus dann alles Köpfe statt Köpfe und runde 1x1er und von mir aus auch ein Design weniger; aber recht viel komplizierter als ein normaler Kopfdruck kann das doch auch nicht sein.


    Die größeren gelben 6, 7, 25 sollen auf rote 1x4-Fliesen. Dort hatte ich sie schon aufgeklebt, allerdings lassen sich die Schriftzeichen nur schwer erkennen, da sie viel dünner wirken (nicht so kräftig wie hier - wieder angebracht - auf dem Bogen). Außerdem verschmiert der Kleber etwas, was auf dem Rot nicht toll aussieht. :thumbdown:Es müsste doch möglich sein, Aufkleber zu verwenden, die sich ohne Rückstände aufkleben lassen, sodass man ggf. auch nochmal korrigieren kann. Es gab schon vor zig Jahren Billigaufkleberbögen, bei denen das besser gelöst war, aber die Klemmbausteinfirmen scheinen diese Technologie wohl erst für sich zu entdecken... Und wenn nicht, dann einfach komplett bedrucken. Und bitte vorab klären, wie ein aufgeklebter Aufkleber wirkt. Wenn das Gelb auf roten Teilen hinterher nur schwer zu erkennen ist, sollte man sich was anderes überlegen...


    Die Aufkleber 1, 2 und 28 sollen jeweils über zwei weiße 2x4-Fliesen bzw. 1x4-Fliesen nebeneinander geklebt werden. Vorerst nein danke...


    13 geht auf braune Fliesen, um Holzmaserung darzustellen, fand ich erst mal unnötig, genauso wie 3 und 4 sowie 27 für die Uhr.


    Die Aufkleber sind gestanzt, teilweise ist auch das Trägerpapier mit angestanzt. Allerdings ist das Stanzen bei den Aufklebern nicht optimal gelungen, teilweise muss man etwas reißen. Bei einem kleinen Aufkleber ging mir ohne besondere Kraftentfaltung auch einfach eine (zum Glück unbedruckte) Ecke flöten. Also insgesamt Schrott, da hilft auch der eigentlich schöne Druck nicht. :thumbdown:

    Passend zum Film "Kung Fu Panda 3" hat sich Star Diamond vor ein paar Jahren die Lizenz gesichert und ein paar Klemmbausteinsets mit den Setnummern 80316-20 auf den Markt gebracht:



    Darüber hinaus gab es noch fünf Sets mit Figuren aus Ministeinen unter den Setnummern 90004-07.


    Ich bin irgendwann mal per Zufall auf Taobao über die Sets gestolpert und hatte überlegt, ob ich mir das Set mit dem großen Tor zulege, allerdings kamen regelmäßig andere Sets dazwischen, z. B. die verschiedenen Neujahrssets. ;) Als ich das Wange-Rasthaus 6312 mit der großen Öffnung vorne und der fehlenden Inneneinrichtung gesehen habe, musste ich wieder an die Kung-Fu-Panda-Sets denken. Da war doch irgendwas mit einer Küche... Nun, nach dem Review von Scottie war ich zwar etwas ernüchtert, was das Rasthaus anbelangt, aber Anfang April habe ich mir das Küchen-Set 80318 für 76,50 RMB (~ 10 €) auf Taobao gekauft. In den Communist-Lego-PDFs (die man übrigens mit Vorsicht genießen sollte, da sich bei vielen Marken innerhalb kurzer Zeit sehr viel getan hat bzw. die vorgestellten Sets eben schon ältere waren) ist Star Diamond als sehr gute Marke eingestuft worden.


    Zum Set: Die Größe des Box ist ca. 42 x 29,5 x 7 cm und ist, wie häufiger bei größeren Boxen, mit einem Tragegriff ausgestattet. Der Kenner findet in der Ecke links unten Hinweise auf Oriental DreamWorks usw., d. h. wir haben es hier mit einem Set mit offizieller Lizenz zu tun.



    Enthalten waren vier große, nummerierte Tüten, eine kleine mit Teiletrenner und Panda, eine weitere kleine mit Essensteilen sowie eine kleine Tüte mit blauen Teilen links oben, mit der ich zunächst nichts anfangen konnte (im Set gibt es ja nichts in dem Blauton). Die 20x20-Platte in dunkelgrau lag lose dabei. Was das Papierzeug angeht, die Anleitung war auf zwei klammergebundene Hefte verteilt, das dazwischen war einfach ein Zettel mit ein bisschen Werbung zu anderen damals aktuellen Serien. Die kleinen weißen Zettel stellten sich einmal als Aufkleberbogen für das Set und das andere Mal als Anleitung für ein kleines Set heraus, das quasi als Geschenk in der Box enthalten war - ein kleines 2-in-1-Flugzeug in blau. Daher auch die Tüte mit blauen Teilen.



    Zum Panda, hier im Größenvergleich mit einer normalen Figur. Witzigerweise hat der Panda ganz normale Hände, die in die Armteile gesteckt werden. Die Arme werden wiederum mit Technic-Achsenpins am Oberkörper befestigt und lassen sich entsprechend nur hoch und runter bewegen:



    Um den Panda aufnoppen zu können, wurde hier eine Lösung mit kleinen "Stiften" innerhalb der großen Öffnungen gewählt. Die Unterseite der Füße sieht etwas seltsam aus, fast so, als ob man die Figur mal wo festgeklebt und dann wieder entfernt hätte. Das wird schätzungsweise aber eine Folge der Bemalung o. Ä. sein. Generell kann man nicht groß klagen, die Hose ist sehr liebevoll bemalt. Bei den weißen Partien des Pandas kommt da und dort etwas Braun zum Vorschein (z. B. auf seiner linken Wange, in den Fotos oben also die rechte Seite).



    Mit dabei ist auch ein Teiletrenner in transparent grün mit eingeprägtem Stern:



    Nun zum Set selbst. Der Aufbau ist dank der nummerierten Tüten kein Problem, die Anleitung würde ich als sehr einfach einschätzen. Da es auf Youtube ein Aufbauvideo gibt (nicht von mir), verweise ich einfach dorthin. Im Video sieht man auch, wo die Aufkleber hinkommen. Vorne links auf eine gelbe Fliese und die rote Fahne, über dem Eingang, innen zwei weitere Fahnen mit Panda-Motiven. Außerdem werden zwei 2x2-Fliesen in weiß mit Nudelgericht-Aufklebern versehen. Für eine dritte 2x2-Fliese, die quasi einen Topf darstellt, gibt es dagegen keinen Aufkleber. Vom Druck her machen die Aufkleber einen sehr guten Eindruck, ich habe aber (vorerst jedenfalls) auf sie verzichtet.


    Aufgebautes Set mit Minifiguren für meine Asien-Welt. Die Figuren, die bedruckten Essensfliesen, das Hackbeil und die Becher sind von anderen Marken. Fische, Keulen / Hähnchenschenkel und das weiße Besteck sind dagegen aus dem Set selbst:



    Hmm. Ich hätte vielleicht doch noch zwei, drei Fotos machen sollen, z. B. auch vom Schrank mit Türen. Also, guckt das Video an ;) . Das "Gebäude" ist natürlich nur angedeutet, es gibt keine Rück- und keine Seitenwand, es gibt kein Dach usw. Als Spielset ist es aber absolut tauglich. Was man als Deko nimmt, ist sowieso Geschmackssache - ich persönlich stehe z. B. mehr auf solche kleinen Sets. Was ich am Ende damit anstelle, wird sich zeigen. Vielleicht besorge ich mir doch irgendwann noch das Wange-Rasthaus oder ich verbaue es anderweitig.


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    Kleines Fazit

    • Vollständigkeit: keine Fehlteile, neben den üblichen Ersatzteilen (1x1er) auch noch etwas zusätzliches an Essen
    • Steinequalität: sehr gut, Noppen fast alle mit "STAR"-Prägung; eher starke Klemmkraft; auch die Fensterläden gehen nicht von sich aus auf
    • Aufkleber: Druckqualität sehr gut, Haltekraft unbekannt
    • Bautechniken: es wird häufig mit Versatz gebaut und es ist auch fast alles stabil. Das einzige Manko ist die Erweiterung der 20x20-Platte an der linken Seite um zwei weitere Noppen mit entsprechender Platte. Hier ergibt sich vorne eine Tendenz zur Spaltbildung.
    • Design: das Mauerwerk, die Ausstattung innen sowie auch Tische und Hocker sind von der Bauweise her einfach gehalten, erfüllen aber völlig ihren Zweck
    • Farbdesign: eher schlicht, aber stimmig
    • INSGESAMT: Dank Herd, kleinen Stäben als "Holz" zum Nachfeuern, Tisch mit Auflage zum Schneiden, den Fischen, Keulen, "Pepperoni"-Hörnern, Schrank mit Türen bekommt man richtig Lust, damit zu spielen. :)

    Etwas schade also, dass eine Marke wie Star Diamond, die schon vor mehreren Jahren sehr gute Qualität hatte und sich um Lizenzen bemüht hat, trotzdem ziemlich unbekannt geblieben ist. Vielleicht hätten sie auch wie andere fleißig kopieren und so den Grundstock für eine Expansion legen sollen. ;)

    Streng genommen treffen weder Balody noch Xingbao die Originalfarben gut. Bei Balody fehlt der Stich ins Orange, bei Xingbao geht der Ton zu sehr ins Gelbe, außerdem sollten die Dachfirste denselben Farbton wie die Ziegelflächen haben.


    Mit den Fischschwänzen bin ich auch nicht glücklich. Das sind die Teile, wie sie Lego mal in den 90ern für ihr Samurai-Ninja-Thema eingeführt hat, wenn auch etwas verändert. Nur leider passen diese Teile trotz veränderter Form nicht so ganz zum Original, der Schwanz dürfte z. B. nicht so stark gebogen sein. Was ich auch nicht toll finde, sind die großen Aufkleber. Da hätte man doch nach einer Lösung mit Steinen suchen können. Gut, man hat mehr Details, aber öffnen lässt sich eh nichts. Warum dann nicht z. B. unten zwei Lagen Steine und oben eine Lage, dazwischen Fensterelemente. Vielleicht ein neues Element, im Zweifel die üblichen 1x2x2-Fensterrahmen mit Scheiben in weiß oder transparent, idealerweise bedruckt, zur Not eben Aufkleber. Das wäre in meinen Augen immer noch schöner als die großen Aufkleber.


    Da ich auch immer auf Figuren schaue, den Gesichtsdruck finde ich auch suboptimal. Nichts gegen realistischere Augen statt der runden, aber wenn das schwarze Umrandungen beinhaltet, kann ich darauf verzichten. Witzig finde ich, dass der Becher von Li Bai anscheinend im Dunkeln nachleuchtet.


    Sei's drum. So spare ich Geld :D .

    Diese Aneinanderreihung auf der Rückseite hat keinen tieferen Sinn; mit einem realen Straßenzug oder Wohnkomplex hat das nichts zu tun. Im Endeffekt hat Wange das Konzept des schon älteren 5310 recycelt und Teile davon als kleine Sets herausgebracht. Neu dazugekommen ist dann noch der Korridor. Für sich haben die Sets alle ihre Berechtigung, aber es ist nichts Modulares, mit der man ohne (oder minimalen) Umbauten ein Anwesen darstellen kann.


    Als Inspiration einfach nach Fotos von Xidi (ja das ist das Tor in Panlos 610002) oder Hongcun suchen, das sind die bekanntesten (und überlaufensten) Dörfer. Daneben gibt es auch Chengkan oder Tangmo. Wuyuan wäre dann z. B. ein Ort mehr in den Bergen.

    Der, der den Pavillon gebaut hat, hieß Li Yuanying, und er hat vom Kaiser (mit dem er verwandt war), den Titel Tengwang verliehen bekommen. Naja, und Teng Wang heißt nichts anderes als Teng König, wobei Wang in dem Zusammenhang als Prinz verstanden wird (Könige im eigentlichen Sinn gab es da ja nicht mehr). Insofern hast du auch jetzt schon alles richtig. :) Es sei denn, du hast Pavillon falsch geschrieben, wie ich es erst hier hatte - pavilion ist nur im Englischen korrekt und auf deutsch und französisch *illon. :/

    Richtig, das ist dieselbe Pagode, siehe auch Wikipedia (der englischsprachige ist etwas ausführlicher, Bilder sind aber überall nicht so toll). Die eine Figur, die Xingbao mit ins Set packt, ist Li Bai, ein Dichter aus dem 8. Jahrhundert, der zu der Pagode ein Gedicht verfasst hat. Wirklich historisch ist das allerdings nicht, da die Pagode damals mit Sicherheit nicht so ausgesehen hat (sie ist einige Male abgebrannt und wurde immer wieder neu aufgebaut). Die jetzige reale Kranichpagode wurde erst in den 1980er Jahren (!) errichtet und ist ein Nachbau der Pagode, wie sie zur Zeit der Qing ausgesehen hat bzw. haben soll. Der aktuelle Standort ist auch nicht mehr der ursprüngliche, sondern ca. 1 km davon entfernt.


    Zu Balody:

    16068 - Pagode des gelben Kranichs

    16069 - Yueyang-Pagode (岳阳楼)

    16070 - Pavillon des Prinzen Teng (滕王阁)

    16078 - Storchenpagode (鹳雀楼)

    Sowie:

    16075 - Himmelsaltar (天坛)

    ????? - Halle der höchsten Harmonie