Qman 1136 - Schulbus - Colorful City

  • Setnummer
    1136
    Steineanzahl
    440
    Preis
    22,99 €
    Minifiguren
    4

    Heute stelle ich euch den Schulbus aus der Colorful City Serie von Qman vor.



    Das Set hat bei uns der Nikolaus auf den langen Wunsch von Tochter 2 hin, einen Bus zu bauen, gebracht. Aufgebaut wurde es von meiner Tochter unter meiner Bauüberwachung und Unterstützung. Leider war ich am Nikolaus noch auf Dienstreise beim Kunden, daher wurde das Paket und die erste Tüte schon ausgepackt, als ich noch unterwegs war. Jedoch war der Bau noch nicht so weit fortgeschritten, als ich nach Hause kam, so dass bis dahin nur mit den Minifiguren angefangen wurde.


    Der Inhalt des Kartons ist auf 3 Bauschritte aufgeteilt. Zudem enthält der Karton eine (Straßen-)Pappe, auf die das Set später gestellt werden kann und die mit den Pappen aus anderen Sets der gleichen Serie kombiniert werden kann. Dies kenne ich auch schon aus anderen Serien von Qman bzw. Enlighten. Ein Teiletrenner ist auch enthalten, welcher sich teilweise auch als sehr nützlich erweist. Die Bauanleitung ist gut strukturiert und lässt fertige Bauschritte ein wenig verblassen, ohne diese komplett zu entfärben. Sehr angenehm zu lesen. Sämliche Noppen sind mit "ENLI" beschriftet".


    Ein Stickerbogen ist auch enthalten (von dem hier abgebildeten Bogen ist bereits 1 Sticker von uns verbaut worden). Es gibt keine Prints. Dies ist zwar schade, aber im Angesicht des Preises aber auch zu verschmerzen. Es hätte auch nicht sonderlich weh getan, auf die Sticker zu verzichten, aber meiner Tochter und mir gefällt es mit den Stickern besser. Die Farben der Sticker passen zwar nicht zu 100% mit den Steinen überein, aber das stört mich bei einem Spielset so gut wir gar nicht. Beim Zuschnitt der Sticker hat Qman gegenüber früheren Sets ordentlich zugelegt. Musste man einen Sticker früher (also vor ca. 6 Monaten) exakt an den Rand kleben, damit der Sticker nicht am anderen Ende übersteht, lassen sich die Sticker jetzt ausreichend Toleranzen für kleine Klebefehler. Ähnlich wie bei Lego Sets.


    Kommen wir zu dem Teil, der viele am brennendsten interessiert: die Minifiguren. 4 Stück sind drin: 2 Schüler, der Busfahrer und ein Lehrer(?). Der Zusammenbau der Figuren ist etwas anders als von Lego Figuren gewohnt, da die Figuren eine separate Wirbelsäule haben. Meine Frau und meine Tochter fanden den Zusammenbau der Figuren sehr schwierig. Für mich ging das ohne Probleme. Die von Xingbao sind deutlich schwerer zusammen zu bauen. Man muss beim Zusammenbau darauf achten, dass die rechte und linke Hand unterschiedlich sind. Finger sind übrigens auch an den Händen aufgeprägt. Im Vergleich mit den Lego Figuren fällt auf, dass der Körper ungefähr gleich groß ist. Lediglich die Köpfe sind deutlich größer und die Beine sind etwas anders geformt. Vielleicht gibt es sonst noch Unterschiede, aber die habe ich jetzt nicht so genau gesucht. Ich mag die Formen der Köpfe, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Köpfe selber haben etwas Mangaartiges und weisen auch mit kleinen Details auf. Zum drehen der Köpfe reicht es nicht aus, das Haarteil anzufassen, da sich sonst nur das Haarteil dreht. Die Beine von den Kindern können auch bewegt werden. Zudem lassen sich alle Figuren zum hinsetzen aufnoppen. Das muss man aber auch, da sie, aufgrund des hohen Schwerpunktes, sonst sehr leicht umkippen.


    Der Lehrer muss übrigens mit dem Fahrrad zur Schule fahren.


    Zunächst wird die Bushaltestelle zusammengebaut. Die Transblue-Teile weisen kleine Kratzer auf, welche aber nicht weltbewegend sind.


    Interessant ist die Bautechnik von der Laterne. Hier sind unter den weißen Fliesen ein schwarzer und ein transyellow farbiger Roundstud eingebaut. Diese sind nicht sichtbar, weil die Fliesen diesen Teil komplett umschließen. Es erschließt sich mir nicht, warum die unterschiedlichen Studs verbaut wurden. Meine Vermutung ist, dass man hier im ersten Entwurf tatsächlich den transyellow Stud sichtbar hatte, aber beim Aufbau des Prototyps festgestellt wurde, dass dies nicht gut aussieht oder zu instabil ist. Daran sollten sich andere Hersteller mal ein Beispiel nehmen (auch deutsche Hersteller).


    Mit der Fertigstellung der Bushaltestelle war der erste Bauabschnitt noch nicht fertig. Es wurde mit den restlichen Teilen noch der Unterboden des Busses zusammengebaut.


    Der restliche Bau lässt nicht mehr viele Fragen aufkommen. Anbei ein paar Bilder zwischendurch vom Aufbau:


    Ein paar Informationen zu einzelnen Teilen: Sehr interessant waren die 1x2 Brickswelche so hoch wie 2 Plates sind. Hiervon sind jeweils 1 gelbes und ein schwarzes enthalten. Warum Qman diese Lösung gewählt hat, weiß ich nicht, da sie optisch aber die schönere ist, will ich mich mal nicht beschweren. Die Windschutzscheibe ist ein großes Einzelteil.


    Bei den Seitenfenstern und der Seitentür des Fahrzeugs waren ein paar Kratzer sichtbar. Naja, anscheinend gehen die Schüler etwas grob mit dem Schulbus um. Zudem sind auch auf der Motorhaube ein paar Kratzer sichtbar. Schade, aber meine Tochter hat es nicht so sehr gestört. Was ein wenig blöd ist, sind die großen Seitenfenster. Diese sind lediglich oben im Rahmen befestigt. Durch ihren Aufbau stehen die Fenster dadurch leicht angewinkelt im Rahmen, sofern man diese bis zum Anschlag schließt. Entweder kann man damit leben oder man richtet diese von Hand parallel zum Rahmen aus. Meine Tochter wird das bestimmt nicht ausrichten und es stört sie auch nicht weiter. Daher ist soweit alles gut.


    Beim Bau des Daches hat sich zwischendurch etwas ungeöhnliches eingestellt. Während sich das Platten bei anderen Herstellern häufig an den Rändern nach oben neigen, wenn man oben etwas aufnoppt, haben sich hier die Ränder nach unten geneigt. Glücklicherweise hat sich das aber nahezu gegeben, als das Dach fertig zusammengebaut war. Im fertigen Modell ist das gar nicht mehr zu erkennen.


    Abschließend war der Schulbus irgendwann fertig gestellt. Da dieser überwiegend von meiner Tochter zusammen gebaut wurde und diese auch großteils selbständig die Bauschritte abgearbeitet hat, habe ich die Bauzeit nicht auf dem Schirm. Das Ergebnis kann sich, wie ich finde, sehen lassen:


    Es kann leider auf jeder Bank nur 1 Kind sitzen, aber das stört eigentlich auch nicht. Mit Lego Figuren wäre da auch nicht mehr drin gewesen. Das Dach ist abnehmbar. Ich selber habe mit meinen großen Händen etwas Probleme, die Figuren in den Schulbus zu setzen. Die Kinder können aber anscheinend gut damit spielen. Auch die Figuren aus dem Lego Creator Expert Lebkuchenhaus sind schon damit gefahren :)


    Ein paar Teile sind übrig geblieben. Fehlteile gab es nicht. Die Klemmkraft war durch die Bank weg sehr gut, Lego rutscht manchmal etwas leichter ineinander. Die Stabilität des Modells ist durchweg gegeben, lediglich das Geländer im Bus und den Schaltheben kann man im Spieö mal ausnoppen. Auch die Bautechniken werden eigentlich nigendwo ernsthaft problematisch. Die Steine scheinen durchweg won Qman zu Stammen. Fremdsteine und Farbabweichungen zwischen den Steinen konnte ich nicht feststellen.


    Fazit: Ein sehr schönes Spielset, dass sowohl meiner Tochter, als auch mir viel Spaß gemacht hat. Auch andere Kinder haben schon damit spielen dürfen. Kleine Abzüge in der B-Note gibt es für die verkratzten Seitenfenster, die Seitentür und die Anbringung der Seitenfenster. Für den Preis und den Spiel- und Bauspaß ist das Set jedoch durchweg zu empfehlen. Auch 6-jährige Kinder kommen mit dem Set zurecht. Ein wenig Hilfe kann jedoch ab und an nicht schaden.

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