3 Tage Klemmbaustein Workshop bei mir daheim - ein Bericht

  • Zitat


    Einen wunderschönen Freitag zusammen!


    Erstmal, ich habe keine Ahnung ob die Kategorie passt, aber irgendwie erschien mir die Gewählte noch als Passendste. Nur das Label passt irgendwie nicht. Ansonsten bitte einfach verschieben.


    Heute gibt es meinerseits ausnahmsweise mal keine MOC Vorstellung, sondern einen kleinen Bericht.

    Aber von vorne.


    In dem Dorf wo ich mit meiner Familie wohne(irgendwo im nirgendwo), bietet die Gemeinde jährlich ein Sommerprogramm für Kinder und Jugendliche an, das von Sprachcamp bis Schwimmkurs so ziemlich alles umfasst.

    Das Praktische daran ist, dass jeder, der etwas anbieten will, nur eine Mail an die Gemeinde schreiben muss, und schon drucken sie deinen Kurs oder was auch immer in das Programmheft, dass an alle Volksschulkinder ausgegeben wird.

    Meine Mutter meinte, dass ich doch auch etwas anbieten könnte, also habe ich von 12.-14. Juli drei Vormittage einen Einsteiger-Klemmkurs gegeben.

    Da ich diesen Sommer meine allgemeine Schulplicht beendet habe habe ich mir dadurch nebenbei auch etwas verdient.


    Teilnehmer: Ursprünglich waren höchstens 8 Kinder im Alter von 6-10 Jahren geplant, es wurden aber kurzfristig doch 9 Kinder.

    Ort: Als Ort habe ich unsere Küche gewählt (zum Entsetzen meiner Mutter).

    Dauer: Jeweils 3 Vormittage von 9 bis 12 Uhr. Zwischen 10:30 und 11 Uhr wurde Pause gemacht und etwas gegessen.


    Bilder mit den teilnehmenden Kinder werde ich aus datenschutzrechtlichen Gründen natürlich nicht posten.


    Von der Küche war um 8:30 nicht mehr viel zu sehen.



    Ich hatte letztes Jahr das Glück, 50 Kilo Lego um ca. 60 Euro zu ergattern, daher die Menge an Teile.

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    Tag 1



    Um die Kinder ein bisschen kennenzulernen, sollte jeder Teilnehmer eine Minifigur seiner Wahl aufbauen. Diese wurden anschließend beschriftet.


    Danach ging es weiter mit einigen Bautechniken, die man in verschiedenen MOCs verwenden kann, und die ich im Vornherein vorbereitet hatte.

    Um sich etwas darunter vorstellen zu können, hier 2 Beispiele:



    Später sollten die Kinder nach der "langweiligen" Theorie einfach mal etwas bauen wozu sie Lust hatten, daheim haben sie ja nie so eine große Auswahl an Teilen.


    An der Stelle war ich mir im Vornherein nicht sicher ob sich alle merken würden, wo ungefähr welche Teile verstaut sind, nachdem ich sie aber einmal durch das Sortiersystem geführt hatte funktionierte es die restlichen Tage ausgesprochen gut, und falls sie doch einmal nicht wussten wo das gesuchte Teil war konnten sie mich oder meine Schwester fragen.


    Einige MOCs die so entstanden:




    Nach der Pause von halb 11 bis 11 hatte ich am ersten Tag geplant eine kleine Einführung in Miniatur-Bauten zu geben.

    Hier erwies sich das "LEGO SPIEL IDEEN - Mach mehr aus deinen Steinen" Buch als sehr praktisch, da Mikromodelle dort auf mehreren Seiten genau erklärt werden.



    Nach der kurzen Theorie und einiger Anregungen für Fenster, Türen und Sockel durften die Kinder wieder selber bauen, diesmal allerdings in 2er/3er Teams und mit der Vorgabe ein Gebäude in diesem Maßstab zu erschaffen.



    Falls sich jemand denkt, dass die Minecraft-Mini-Figuren vom Maßstab her ganz und gar nicht dazu passen - laut Aussage des Teams handelt es sich dabei um riesige Statuen ;)


    Und damit war der erste Tag schon rum.


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    Tag 2:

    Am zweiten Tag ging es pünktlich um 9 weiter, diesmal standen Einrichtungsgegenstände wie Schränke, Betten oder Sofas am Programm.


    Ich stellte den Kindern wieder ein paar Ideen und Modelle vor, wie z.B. die folgenden.



    Danach wurden in 5er Teams zwei Häuser bzw. Burgen gebaut, mit der Vorgabe, mindestens ein Möbelstück im Modell zu verwenden.

    Die fertigen Häuser:


    Im Anschluss gab es wieder eine Jausenpause von halb 11 bis 11.


    Nachdem alle gegessen hatten wurde mit Technic weitergemacht. Da es allerdings unter den Teilnehmern 4 Kinder waren, die ganz und gar nicht an Technic interessiert waren, ließ ich diese zur Beschäftigung ein Set nach Anleitung aufbauen, während ich den anderen die Grundlagen wie Zahnradkombinationen etc. erklärte, was eine ganze Stunde benötigte.



    Und damit war der zweite Tag auch vorbei.



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    Tag 3:





    Am dritten Tag hatte ich so viel vor, dass ich das Ende um 45 Minuten nach hinten verlegte (12:45), was sich aber im Nachhinein immer noch als zu wenig herausstellte.


    Nachdem ich am vorherigen Tag eine Stunde Technic-Theoriewissen vermittelt hatte, wollten die Kinder natürlich unbedingt noch selber etwas aus Technic Elementen bauen.

    Bis zur Pause entstanden so in 2er Teams die folgenden Technic MOCs:


    Interessant, oder? Das erste soll ein Raumschiff, dass zweite einen Harvester, das dritte einen Roboter und das vierte natürlich einen Hubschrauber darstellen.



    Nach der folgenden Pause gab es einen Abschluss Bauwettbewerb, als Preis dienten einige Süßigkeiten. Die Vorgabe war, ein Flugzeug im Minifig Scale zu bauen, Zeit: eine Stunde. Leider habe ich von diesen Modellen keine Bilder aufgenommen, inzwischen sind sie schon wieder auseinandergebaut.

    In den letzten 45 Minuten, die noch verblieben, durfte jedes Kind als Erinnerung an den Workshop ein Modell des Ninjago Flugseglers im Miniatur Maßstab bauen. Die Teile hatte ich davor auf Bricklink bestellt, das Modell ist ein MOC von mir. Der Teilepreis (10 Euro) war im Gesamtpreis inkludiert.


    Es erwies sich allerdings als extrem chaotisch, 8 Kinder an einem Tisch mit einer Anleitung am PC das gleiche Modell bauen zu lassen, weshalb wir statt der von mir eingeplanten 45 Minuten ganze 75 brauchten.





    Und das wars dann auch schon. Die Kinder wurden abgeholt, und bekamen von mir noch zwei ausgedruckte Seiten mit, worin alles Gezeigte der letzten Tage nochmal zusammengefasst wurde.


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    Fazit:


    Es hat mir großen Spaß gemacht, den Kindern einige grundlegende Bautechniken und anderes zu lernen, außerdem ist es toll, sie so begeistert bei etwas zu sehen.

    Einige waren auch recht begabt, vielleicht bleiben sie ja am Stein und werden in ein paar Jahren zu bekannten Moccern. Ich glaube, dass es den Kindern auch großen Spaß gemacht hat, endlich mal bauen zu können was sie wollen, ohne auf ihren Teilevorrat beschränkt zu sein und Kisten durchwühlen müssen um Teile zu finden.


    Gerne nächstes Jahr wieder!

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    Ich hoffe, dass der Bericht einigermaßen lesbar ist, ich habe etwas in der Richtung davor noch nie geschrieben. Schöne Ferien, falls ihr schon habt.



    LG
    Jakob

    "Lass dir dein Strahlen nicht nehmen, nur weil es andere blendet"

    2 Mal editiert, zuletzt von Pistenbully ()

  • Gute Idee, *s1*, aber den roten Übertragungswagen hat doch ein eingeschlichener vierzigjähriger Retronarr zusammengezimmert.

    Ohne Konzept durch den Projektedschungel ... ich bin Thorsten und kaufsüchtig mit Sortierhintergrund.

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