Lego 70436 - Phantom Feuerwehrauto 3000

  • Preis
    59,99
    Setnummer
    70436
    Steineanzahl
    760
    Erscheinungsjahr
    2020
    Minifiguren
    4 + Roboter-Hose


    Denn zum Fürchten sind sie da!


    Dann beginne ich auch mal einen kleinen Ausflug in die Hidden Side, bevor sie für immer unerreichbar sein wird! An der ganzen Serie finde ich ich es ja grundsätzlich komisch, dass man kaum an Hintergundinformationen herankommt, wer die Kids eigentlich sind, warum die Geister gejagt werden usw. Klar, wenn man lange genug recherchiert, findet man ein Wiki und allgemeine Hinweise, dass die eigentliche Story in irgendwelchen Lego-Magazinen erzählt wird. Und das finde ich grundsätzlich schade! Zumindest ein paar Infos oder Kurzgeschichten hätte ich als Zubehör in dem jeweiligen Set erwartet, da sich so einem gar nicht erschließt, warum in meinem Fall ein umgebautes Feuerwehrauto (war ja klar, dass ich dieses Set hole ;)) ein Monster/Geist in Slenderman-Outfit jagt. Noch nicht mal die zugehörige Lego-App gibt einem Hinweise auf die Geschichte hinter dem Set. Hauptsache, man bekommt angezeigt, dass man derzeit nur soundsoviel Prozent der Stadt gesäubert hat (sprich der Set-Reihe besitzt)!


    Nach etwas Muße zur Recherche hat sich mir immerhin erschlossen, dass es wohl in der Reihe grundsätzlich um einen Jungen geht, der Youtuber ist (!) und mit seiner Mutter in eine neue Stadt zieht, die insgeheim von Geistern übernommen wird. Dort trifft er dann auf eine merkwürdige Mitschülerin und durch Zufall dann auf die 22-jährige (!) Wissenschaftlerin, die ihnen die Geisterjäger-Apps (!) zur Verfügung stellt und fortan als weibliche Q technischen Support leistet. Als Krönung besitzt der Junge auch einen Geisterhund, der einen Ball zuviel gejagt hat. Soviel zu diesem lächerlichen Background, wobei das eigentlich schon typisches Kinderserien-Niveau ist, also nichts, was Lego hier speziell schlecht umsetzt. Bemängeln würde ich aber diese Anbiederung an den Zeitgeist, dass der Junge unbedingt ein Youtuber sein muss, der mit der Geisterjagd auch noch Videos dreht, um Abonennten zu sammeln und Likes abzustauben, was übrigens einer der zentralen Bestandteile der App ist, um Erfahrung zu sammeln.

    Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu alt dafür ^^

    Der Bau

    Großes Lob hier an Lego, dass Sticker und Anleitung zusammengeschweißt sind. So bleiben diese wenigstens einwandfrei bis zum Auspacken. Dass ich in letzter Zeit mal wieder neue Lego-Sets kaufe hängt zum einen damit zusammen, dass mich die heutigen Bautechniken/Umsetzungen interessieren und andererseits doch immer wieder mal neue Teile entdecke, die ich so noch nicht kannte und mir bis dato auch nicht auf Bricklink auffielen. Zum Beispiel kannte ich die hohlen Halbkreise noch nicht.



    Ansonsten geht der Bau gut voran, es gibt insgesamt 6 Bauschritte. Natürlich könnte man hier wieder anmerken, ob das bei der Steinzahl nicht etwas übertrieben ist (vor allem die relativ dicke Anleitung) aber ich muss sagen, wenn man keine Zeit hat, alles am Stück zu bauen, weil man das Set vielleicht am Tag zwischen den ganzen anderen Verpflichtungen baut, ist das schon eine kleine Erleichterung und Orientierung, sich ein Zwischenziel zu setzen. Im Grunde eine ähnliche Diskussion, wie bei den Computerspielen: Zuviel Komfort ärgert die "Profis", erfreut aber die "Casuals".


    Außenansicht

    Am Ende steht ein interessantes Modell vor einem. Denn das eigentliche Fahrzeug beherbergt auch einen kleinen Transformer-Mech im Heck.


    Innenansicht

    Es gibt einen relativ großzügigen Raum im Fahrzeug, wobei die Figuren vorne dann doch etwas gequetscht sitzen. Außerdem haben die Antennen des Roboters keinen Platz. Vielleicht soll der arme Kerl aber auch nicht drinnen mitfahren dürfen? Die Sticker habe ich übrigens komplett weggelassen, sodass die Monitore leer sind. Der dargestellte Games-Quatsch war mir dann doch zu blödsinnig.


    Die Figuren

    Als Standard-Minifiguren ist die Wissenschaftlerin, ein Mädchen und ein Junge dabei. Als Gegenspieler gibt es einen schön-schaurigen Kapuzengeist.



    Die Roboterfigur wird aus einem Hosenteil und einem Brick Modified gebaut. Für ihn liegen zwei Gesichts-Fliesen bei: Fröhlich und Traurig.



    Der Oberbösewicht wird komplett aus Steinen gebaut und kann rudimentär in Szene gesetzt werden. Die Beine lassen sich kaum verstellen, dafür sind die Arme und der Kopf einigermaßen beweglich.


    Die App

    Die zugehörige Lego-App lief bei mir flüssiger, als die Vidiyo-App. Grundsätzlich finde ich die Idee auch nicht schlecht: Man scannt sein Modell und es wird in einer virtuellen Umgebung in Szene gesetzt. Allerdings klappt das nur im Originalzustand, Eigenbauten wohl nicht, was schade und etwas unerklärlich ist, da anscheinend ein Originalfoto des Modells genommen wird. Das müsste dann ja auch mit anderen Bildern klappen.


    Die virtuelle Landschaft wiederum ist eher spärlich gestaltet. Beim vorliegenden Set wird auch nur das Fahrzeug ohne Mech gescannt. Der Mech selber löscht als virtuelles Modell einen Brand im Hintergund. Was ich verwirrend finde, da die lilafarbenen Aufsätze beim Mech mich eher an eine Anti-Geisterkanone denken lassen, als an eine Löschpistole :/

    Das Spiel ansich ist vom Prinzip her ein einfacher Shooter: Geister finden und (mit dem Smartphone) beschießen. Dabei muss man mehrere (Astral?) Ebenen scannen, was mittels dem farbigen Fluxkondensator bewerkstelligt wird. Zum Schluss sammelt man Abonnenten (Erfahrung), die man für bessere virtuelle Ausrüstung verwenden kann.

    In der kurzen Testzeit hat sich mir übrigens nicht erschlossen, wofür beim Set die fiesen schwarzen Geister dabei sind, denn diese werden in der App NICHT gejagt, sondern stattdessen irgendwelche andere Geister.


    Fazit

    Da Set an sich finde ich ganz nett. Besonders gefällt mir als Spielfunktion der Mech, welcher sich ganz gut mit dem Fahrmodell verbindet. Auch die mitgelieferten Minifiguren sind ganz witzig. Der gebaute Geist enttäuscht etwas in seiner Bewegungsfähigkeit, der Kopf ist aber schön bedruckt und kann für eigene Kreationen gut weiterverwendet werden.


    Über die App muss man keine weiteren Worte verlieren außer: Überflüssig und ein Fehlen stört nicht.

  • An der ganzen Serie finde ich ich es ja grundsätzlich komisch, dass man kaum an Hintergundinformationen herankommt, wer die Kids eigentlich sind, warum die Geister gejagt werden usw. Klar, wenn man lange genug recherchiert, findet man ein Wiki und allgemeine Hinweise, dass die eigentliche Story in irgendwelchen Lego-Magazinen erzählt wird. Und das finde ich grundsätzlich schade!

    Es gibt zu Hidden Site eine Fernsehserie. Die Episoden sind recht kurz aber da ist zu so ziemlich jedem Schauplatz eine Folge vorhanden. Ein bisschen Hintergrund/Zusammenhänge gibt es auch.

    (Etwa auf dem Niveau der Comic-Hefte)

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