Qihui 6085 - Mechanical Master - bricks fire truck with water spraying

  • Preis
    ca. 65 €
    Setnummer
    6805
    Steineanzahl
    1288
    Hersteller
    Qihui


    Aus der Sendereihe "Probieren mit Schwung" gab es ein Feuerwehrauto. Eigentlich wenig interessiert im Technik-Bereich, möchte ich nur die beiden Wasserbehälter für ein anderes Hirngespinst gebrauchen (es gibt auch günstigere Sets dafür, ich weiß ;) ).



    Teil Eins ... Auspacken



    Die Rückseite des Kartons zeigt die grundlegenden Funktionen

    • Lenkung
    • kippbare Fahrerkabine
    • Motornachbildung
    • Heben / Senken des Auslegers
    • zwei unabhängige Möglichkeiten munter Wasser zu verteilen

    sowie ein mögliches B-Modell.





    Im Karton finden sich ... zwei weitere Kartons.





    Karton A enthält

    • Anleitung und Aufkleber, stabil verpackt mit Pappeinlage
    • Acht (8) Tüten mit Bauteilen





    Karton B enthält insgesamt neun (9) Tüten mit Bauteilen.




    Teil Zwei ... die Bauanleitung



    Die 74-seitige Anleitung ist auf starkem Papier gedruckt und klammergebunden.


    Die Aufkleber werden von mir nicht verwendet, wirken auf mich aber ziemlich dünn.




       


    Auf Seite Eins der Bauanleitung werden einige grundlegende Dinge verdeutlicht. Man sollte allerdings immer mal ein paar Bauschritte vorausblättern, da Wiederholungen am Ende einer Abfolge angezeigt werden.




    Mit Seite Zwei geht es direkt los. Es sind immer sowohl die vorhergehenden Bauschritte als auch die neuen Teile sichtbar, die Einbauposition wird durch Pfeile und gegebenenfalls durch kleine Bilder mit anderer Perspektive verdeutlicht.




          


    Zur Hälfte werden einmal die (späteren) Funktionselemente vorgestellt und getestet. Die Schlauchführung wird durch eine gestrichelte grüne Linie angezeigt, welche leider fast vollständig im Bild verschwindet.




       


    Der Bau des Fahrzeugs endet mit Bauschritt 272 auf Seite 72, auf der Doppelseite 73 / 74 folgt noch die Teileliste.





    Die Rückseite der Bauanleitung zeigt das B-Modell samt QR-Code für die Bauanleitung sowie die Funktionen des Modells.




    Teil Drei ... die Klemmerei



    Karton A geöffnet, die Tüten geleert und frohen Mutes ... Super, das Differential als erstes Teil fehlt ... :/





    Nachdem auch Karton B geöffnet wurde und die somit alle Tüten geleert sind, ist der Bauplatz gut gefüllt und das Differential erscheint auch aus der Versenkung. Los geht's.





    Nach gepflegter Unterhaltung haben wir ein Fahrzeug und einen Haufen übriger Teile.


    Teil Vier ... einmal rundherum


       


    Länge: 42 cm

    Breite: 14 cm

    Höhe: 17 cm ...



    ... beziehungsweise 50 cm. Gut erkennbar sind hier

    • das Zahnrad links vom Ausleger, welches lediglich als Griff für die Kreuzachse der Verriegelung der Fahrerkabine dient
    • die beiden Pumpknöpfe für die Düse am Ausleger (links) und des zweiten Schlauchs im Innenraum (rechts).
    • das Zahnrad der Lenkung



       


    In der Fahrerkabine befindet sich mit zwei Sitzen und einem funktionslosem Lenkrad eine angedeutete Inneneinrichtung. Hinter den Klappen der rechten Fahrzeugseite finden sich lediglich die Seiten der beiden Wasserbehälter und ein Blick auf die Mechanik der Auslegersteuerung. Die Lücke zwischen den beiden Liftarmen, welche den hinteren Radkasten andeuten, fällt in dieser Perspektive besonders gut auf. Die drei Klappen jeder Seite lassen sich auch einzeln öffnen. Leider sind die schwarzen Liftarme zwischen den Klappen nicht fester Bestandteil der Unterkonstruktion.


       


    Am Heck ist eine Aufstiegsleiter angedeutet, gut erkennbar das Zahnrad für die Lenkung. Hinter den Klappen der linken Fahrzeugseite finden sich die beiden Seiten der Wasserbehälter (wer hätte es geahnt), eine Halterung für den kürzeren (25 cm) und entnehmbaren der beiden Schläuche sowie die beiden Zahnräder der Auslegersteuerung. Mit dem linken Zahnrad hebt und senkt man den unteren Teil des Auslegers, mit dem rechten Zahnrad kann dieser theoretisch um 3600 gedreht werden. Die Drehung wird jedoch durch den festen Schlauch ziemlich eingeschränkt.


    ... die wenig spannende Unterseite ...




       


    Entfernt man die oben genannte Kreuzachse mit dem kleinen Zahnrad, läßt sich die Fahrerkabine abkippen. Leider liegt sie dann mit der Stoßstange auf, bevor das im rechten Bild gut erkennbare Gelenk aus weißen Elementen den Weg begrenzt. Die Motornachbildung läuft, verbunden über Differentiale mit beiden Hinterachsen, störungsfrei mit, ist aber im normalen Fahrtzustand nicht mehr zu sehen.




    Karton auf ein Meter Entfernung, kein Problem ...


    ... und es war nicht mal ansatzweise der ganze Tankinhalt. Eltern dieser Welt, frohlocket.




    Teil Fünf ... Fazit ? Anmerkungen ? Vorschläge ?



    Fangen wir mal mit der Lenkung an. Dies ist der Lenkeinschlag, begrenzt durch die beiden Rundfliesen. Entfernt man diese, ist die Verbesserung angesichts der Fahrzeuglänge nur unwesentlich "erfahrbar". Außerdem führt die Radaufhängung in Kombination mit dem Gesamtgewicht des Fahrzeugs dazu, daß


    die Vorderräder am Liftarm anliegen.




       


    Die Steuerung des Auslegers ist stellenweise etwas hakelig, da die einzelnen Elemente nicht in einem stabileren Käfig eingebaut sind und somit unnötig Spiel entwickeln können. Im Bild ist der Endaufbau zu sehen.




       


    Der obere Teil des Auslegers wird durch das im linken Bild sichtbare kleine schwarze Zahnrad bewegt. Auch hier ist die Bewegung in Abhängigkeit von der Position des Auslegers und geringfügiger Verschiebung des Schneckengetriebes stockend. Ich vermute den Grund dafür in der Position des kleinen schwarzen Zahnrades im rechten Bild. Dieses berührt je nach Belastung das schwarze Element, welches die darunterliegende Kreuzachse mit der Schnecke trägt.


    Der Schlauch soll gemäß Anleitung direkt am Drehkranz vom Ausleger zum Wassertank geführt werden. Eine festere Schlauchführung mit einigen der überzähligen Teile sollte problemlos möglich sein.





    Im Grunde wäre es ausreichend gewesen, nur diejenigen Seitenverkleidungen beweglich zu gestalten, welche Zugang zu den Spielfunktionen ermöglichen sollen.

    Durch die L-Form der Klappen wird unnötigerweise auch die Drehung des Auslegers erschwert.




       


    Um noch einmal auf die Anleitung zu blicken. Im Bauschritt 206 zwei schwarze Pins zuviel, in Bauschritt 208 ein rotes 2er-Element und zwei schwarze Pins zu wenig aufgeführt.


       


    Ich empfehle dringend, den Bauschritt 61 als 58a vorzuziehen. Die Kreuzachse mit Stopper sowie das graue Zahnrad lassen sich ansonsten aufgrund der Achslänge nicht wie gezeigt einbauen.




    Eine Meinung mag sich jeder selbst bilden. Ich habe leider niemanden zur Hand, welcher einmal die Spielbarkeit auf Herz und nasse Wohnung prüfen könnte. Für versierte Tüftler könnte eine Überarbeitung vielleicht ein interessantes Unterfangen sein. Eine wichtige Anmerkung:


    :!::!::!:


    Sämtliche Bauteile, welche in irgendeinem Zusammenhang mit Kreuzachsen stehen, sind bei diesem Modell nicht mit den anderen Herstellern kompatibel.

    Dies betrifft also Achsen, Zahnräder, Achsstopper usw.


    Ein Zahnrad der Firma LEGO läßt sich ohne problemlos auf eine Achse von Qihui aufschieben, ist aber ohne Widerstand verschiebbar - vielleicht doch für Tüftler von Interesse?


    Achsen von LEGO sind vom Durchmesser geringfügig zu groß und nicht mit Zahnrädern und entsprechenden Bauteilen von Qihui zu verwenden.


    :!::!::!:




    Erwähnte ich schon, daß es mir nur um die Wasserbehälter ging? Die funktionieren tadellos ... ganz im Gegensatz zum Platzangebot in der Fahrerkabine.


    2 Mal editiert, zuletzt von Steineopi () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von ThoReiSch mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • *d1* Da kann ich mich dem Vorredner Takeshi nur anschließen. *a1*

    Super Review mit sehr vielen Informationen, welches sich auch sehr flüssig liest.

    Danke für die die Arbeit.:thumbup::thumbup:


    ;) Besonders wenn man bedenkt, daß Du nur auf die Wasserbehälter scharf warst. :D

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