Xingbao XB-06040 - Kampfpanzer Leopard 2A6 Bundeswehr

  • Preis
    39,95€
    Setnummer
    XB-06040
    Steineanzahl
    1346
    Erscheinungsjahr
    2020

    Den Leopard habe ich mir jetzt doch noch geholt, war mir da aber erstmal nicht sicher ob ich den auch aufgebaut lasse oder ob er zum Teilespender wird .Aber so schlecht wie ich befürchtet hatte ist er dann auch wieder nicht. Auch wenn es in dem Review ne Menge zu meckern gibt, ist das Modell für mich kein Totalausfall.


    Die Bauanleitung ist leider leicht beschädigt, hat geknickte ecken an den Seiten bedingt dadurch das die Anleitung lose in dem Karton zwischen den ganzen Tüten herumfliegt. Da sollte man sich bei Xingbao vielleicht langsam mal etwas überlegen um das zu verhindern. Beim Puma war die Anleitung bei mir auch schon geknickt und sogar eingerissen. In früheren Sets hat Xingbao die Anleitung auch schon mal in einem separaten Pappteil untergebracht. Da hatte man das Problem nicht.


    In dem Set ist im Gegensatz zum Puma und Boxer sogar ein Teiletrenner enthalten, allerdings befindet der sich in einer Bauabschnitt 5 Tüte. Nicht gerade die schlaueste Idee.



    Ich hatte auch in dem Set keine Fehlgüsse, dafür aber sage und schreibe 4 Fehlteile. Im 3. Bauabschnitt fehlten alle 1x1 Steine mit Clip nach oben in grün. Dafür war eine 2x2 Fliese mit Noppen auf der Rückseite zusätzlich dabei. Die Reklamation bei Bluebrixx läuft bereits. Sobald ich die Ersatzteile habe werde ich das noch hier im Review erwähnen.

    Übrig bleiben hier nur ein paar Kettenteile, die 2 Teile mit dem falsch gedruckten Kreuz, die restlichen 3 Waffen an dem Spritzling und eben diese 2x2 Fliese mit Noppen.



    Da mir die Starwars Waffe als MG nicht gefällt, habe ich die nicht verbaut.


    Nach Bauabschnitt 2 sieht das ganze so aus. Hier sieht man ganz gut die komplette Inneneinrichtung im Überblick:



    Das fertige Modell erstmal nach Anleitung gebaut:



    Hier sieht man die noch fehlenden Nebelwerfer wegen der fehlenden Clipse:

    Das Kanonenrohr bleibt hier nur oben weil ich die Stange, die als Scharnier dient ausgetauscht habe. Die von Xingbao verwendete ist zu kurz und sitzt nicht komplett in den Clipsen, so das das Scharnier dadurch zu leichtgängig ist. Nach dem Tausch funktioniert das aber sehr gut. Absolut unverständlich da die längere Stange die ich hier verwendet habe ebenfalls von Xingbao ist. Xingbao hätte also das entsprechende Teil im Sortiment gehabt.


    Auf dem folgenden Foto sieht man sehr gut das sich der Turm zu weit in der Mitte befindet. Bei zurück gedrehtem Turm müsste der hintere Rand des Turmes auf der gleichen Höhe wie der vordere rand der Wanne sein.




    Am Modell lässt sich einiges öffnen:

    Das ganze funktioniert auch bis auf eine Ausnahme ohne das dabei was abfällt. Lediglich bei der Entnahme des Turmes kommt es schon mal vor das Teile unten im Panzer hängen bleiben. Wozu man allerdings das Dach am Turm abnehmen kann erschliesst sich mir nicht wirklich denn da gibt es nix zu sehen ausser einem Loch.


    An dem Modell sind auch Gummis verbaut um die Federung am Fahrwerk zu simulieren.:



    Sachen die mir hier negativ aufgefallen sind, von denen auch einige echt nicht hätten sein müssen:


    -Der Drehpunkt des Turmes sitzt 2 Noppen zu weit hinten.

    -Die Revolver als Nebelwerfer sind hier keine wirklich gute Wahl erst recht nicht in silber. Beim echten Panzer sind die auch in den Tarnfarben lackiert und der Panzer hat eigentlich auch 8 Stück auf jeder Seite, nicht nur 6 wie bei dem Modell.

    -Die Kanone lässt sich zwar nach oben schwenken, bleibt aber nicht oben sondern senkt sich durch das Gewicht sofort wieder nach unten ab, wegen einer zu kurzen Stange am Scharnier.

    -Der Mehrfachwerfer vorne am Turm, der hier mit rollschuhen dargestellt wurde müsste auch in der tarnfarbe also in grün sein.

    -Die Ketten hätten in einem dunklen grau oder in schwarz besser ausgesehen anstatt in hellgrau.

    -Die silbernen Teile an der Aufhängung für die Laufrollen wären in einer unauffälligeren Farbe besser gewesen

    -Die Laufrollen sind zu klein, weshalb hier auch der Abstand zwischen Leitrad - Laufrolle und Antriebsrad - Laufrolle zu groß ist. Der Abstand zwischen Seitenschürzen und Laufrollen ist durch die zu kleinen Laufrollen auch etwas zu groß.

    -Die Form der Motorraumklappe stimmt so nicht ganz und diese ist auch zu kurz. Ist aber zumindest korrekt das diese abgenommen und nicht aufgeklappt wird. Die Motornachbildung ist für ein Klemmbausteinmodell O.K. Man kann definitiv erkennen was hier angedeutet wird.

    -Die Scheinwerfer sind viel zu lang dargestellt

    -Der Star Wars Blaster als MG ist schlecht gewählt und die Befestigung auf der Luke ist falsch. Hier klappt das MG mit der Luke nach hinten. Beim echten Panzer ist das MG neben der Luke angebracht. Der linke Lukendeckel ist auch viel zu groß

    -Die Kreuze auf der Turmseite sind zu weit vorne angebracht und auch zu groß dargestellt.


    details die komplett fehlen:

    -Die Rücklichter am Heck

    -Die Seitenspiegel

    -Die ganzen Aufbauten wie Werkzeuge, Abschleppseile, Ersatzketten usw.


    Die Steinequalität ist O.K. Die Klemmkraft ist akzeptabel aber eben auch nicht auf Lego Niveau. Vor allem auf den Fliesen hat man hier wieder diese Farbschlieren. Ich finde diese Schlieren auf einem Militärmodell jetzt allerdings nicht so schlimm. Angußpunkte sieht man hier ähnlich wie bei Cobi auf manchen steinen sehr deutlich.


    Bei der Anleitung hat man wieder das Problem mit der Farbunterscheidung zwischen grün und schwarz. Die Farben lassen sich recht schwer unterscheiden. Man sollt das Modell schon bei guter Beleuchtung aufbauen.

    Die Baureihenfolge ist in der Anleitung manchmal sehr schlecht gewählt.


    Z.B. in Bauschritt 1-18 und 1-21 werden die Gummis für die Fahrwerksfederung angebracht. Bei 2 Laufrollen muss man danach aufpassen das die sich in den folgenden Bauschritten nicht wieder lösen da die nur jeweils über einen 1x2 Stein mit 2 Noppen gehalten werden und der steht durch den Gummi unter Spannung. Überbaut/stabilisiert wird die Befestigung der Laufrollen erst in Bauschritt 2-16. Diese Überbauung hätte man auch gleich in Bauschritt 1-22 machen können. Auch das man den schwarzen unteren Teil, der unter den Turm kommt erst separat baut und dann an den Turm montiert ist keine gute idee. Dabei sind mir einige Teile am Turm abgefallen weil sich an dem schwarzen teil ständig irgendein teil schief stellt und blockiert. Hier wäre es sinnvoller gewesen die Teile nach und nach untem am Turm anzubauen.


    Hier werden die Gummis angebracht...


    ...und erst hier wird das ganze stabilisiert. Hier sollte man die entsprechenden steine schon vorher verbauen.


    Den gebauten schwarzen Teil unten am Turm anzubringen ist nicht ganz ohne. Beim ersten Versuch ist mir da einiges auseinander geflogen.


    Die änderungen die ich bisher durchgeführt habe:

    -Die Scheinwerfer wurden geändert, weiter an den Rand gesetzt und kürzer dargestellt

    -die zu große Turmluke wurde durch eine kleinere getauscht

    -der Drehpunkt des Turmes wurde 2 noppen weiter nach vorne gesetzt.

    -Das Scharnier für die Kanone wurde korrigiert, vorher blieb die Kanone nicht oben da die Stange die Xingbao für das Scharnier verwendet hat zu kurz war und nicht richtig in den Clipsen saß.

    -Die Kanone wurde im Bereich der Kanonenblende etwas gekürzt.

    -Die schräge Frontpanzerung vorne an der Wanne wurde geglättet. Xingbao hatte hier zu den Rändern hin unnötig Stufen eingebaut.


    Es gibt da noch einiges mehr was ich ändern könnte aber wie üblich fehlen mir wieder die passenden Steine.



    Hier jetzt das geänderte Modell:




    Auf dem folgenden Foto gut zu sehen das sich der hintere Rand vom Turm jetzt auf der gleichen Höhe befindet wie der vordere rand der Wanne:



    Fazit: im großen und ganzen finde ich die Xingbao umsetzung des Leopard ganz O.K. aber auch keine Glanzleistung. Das Modell ist fertig gebaut auch recht stabil. Von den 3 von mir gebauten Xingbao Bundeswehr Modellen ist dieser aber bisher definitiv das schlechteste Modell. Hier sind mir beim zusammenbau auch 2 mal Teile wieder auseinander geflogen und das nicht wegen schlechter Klemmkraft sondern aufgrund der schlecht gewählten Baureihenfolgen. Man merkt sofort das das Modell nur am Computer entworfen und nicht einmal Testweise aufgebaut wurde bevor es in den verkauf ging.


    Die Gummis für die Fahrwerksfederung sind zwar eine ganz nette Idee aber ich bezweifle doch das das besonders haltbar ist. Die Gummis dürften über die Jahre ausleiern, porös werden und kaputt gehen. Vor allem wenn man dann mehrere Modelle hat bei denen diese Gummis verbaut sind, darf man da später doch so einige auswechseln. Lego verwendet zwar auch ganz gerne mal Gummis um eine Fahrwerksfederung darzustellen aber da sind es dann nicht so viele wie hier.

  • Das graue Modell war aber noch schlimmer, besonders durch die kurzen Technic Bricks im Fahrwerk, die durch die Gummis beim kleinsten Anfassen herausgezogen wurden. Im Netz gibt es dazu schöne Videos. Das haben sie schon deutlich verbessert. Ansonsten haben sie sich bei den Details zumindest Mühe gegeben, z. B. bei den drei Haken zum Heben des Turmes oder bei der nicht mittigen Platzierung der Kanone. Allerdings gebe ich dir vollkommen Recht bei den Laufrollen. Die sind zu klein, aber ermöglichen dadurch die Verwendung eines durchgehenden 16-Bricks. Dort passt dann der reguläre Abstand zwischen zwei Löchern. Besser passen 3x3 belt wheels oder technic disks, aber dann muss man zwischendurch die 1x2 Technic Bricks mit Doppelloch verwenden, um die Gleichmäßigkeit hinzubekommen. Ich habe das in meinem MOC versucht (gekoppelt mit originaler Drehstabfederung).



    Außerdem ist der Turm im Verhältnis zur Wanne zu hoch. Das liegt an den Formteilen mit 4 Noppen Breite, die Xingbao verwendet hat, um die Keilpanzerung an der Seite darzustellen. Besser sind 3 Noppen, aber da gibt es eben nicht solche schönen Teile.

  • Mit den Gummis kann es dir noch passieren, dass die Reifen. Der Xingbao Unimog hatte auch ein Gummi als Federung. Eins war sogar noch als Ersatz dabei. Beide sind in kürzester Zeit gerissen, da viel zu sehr gespannt.

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